| Unternehmen

HSH Nordbank verkauft Immobiliensparte für einen Euro an van Stryk

Bereits in den vergangenen Jahren wurden Teile der HSH-Immobiliensparte verkauft
Bild: HSH Nordbank

Die HSH Nordbank hat die Immobiliensparte im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro zu einem symbolischen Wert von einem Euro verkauft. Käufer ist der Chef des Unternehmens: Lutz von Stryk. Nun fordern die Regierungsarteien in Kiel und Hamburg nähere Informationen zu dem Deal.

Der Verkauf für einen Euro an den Chef des Unternehmens werfe Fragen auf, hieß es zum Beispiel in einer am Montag in Kiel verbreiteten Stellungnahme des FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Kubicki. Kritisch äußerten sich auch die Grünen und die CDU im Kieler Landtag und Linke, Grüne und FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Dabei ging es weniger um den Verkauf an sich, der wegen der Auflagen der EU ohnehin unausweichlich war, als vielmehr um den Kaufpreis und die fehlende Kommunikation über den Verkauf der Reste der HSH Real Estate für einen Euro an Geschäftsführer von Stryk.

Zuvor hatte die Bank sich bereits von zahlreichen Immobilien-Beteiligungen getrennt. Die nun verkaufte Holding verwaltet nicht nur Immobilienfonds im Wert von etwa zwei Milliarden Euro, sondern verfügt auch über Immobilienbestände im Wert von etwa 320 Millionen Euro.

Die Kritiker verweisen auf Vermögenswerte der Gesellschaft im dreistelligen Millionenbereich und vorhandenes Eigenkapital. Dagegen stehen jedoch Schulden und Risiken. Die Parteien fordern zunächst Aufklärung über die Ermittlung des Kaufpreises vor den Ausschüssen der Parlamente.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienbank

Aktuell

Meistgelesen