| Immobilienfinanzierung

HRE kämpft mit neuen Geldquellen gegen Gewinnrückgang an

Für drei Jahre bietet die Bank aktuell zwei Prozent Zinsen an
Bild: Haufe Online Redaktion

Seit Donnerstag bietet die Deutsche Pfandbriefbank, in der das Kerngeschäft der HRE gebündelt ist, privaten Kunden Festgeldanlagen an. Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer will sich so frisches Geld besorgen, nachdem der Gewinn 2012 um 64 Millionen Euro zurückging.

Auch Tagesgelder können die Kunden anlegen, teilte die Pfandbriefbank in München mit. Die Laufzeiten liegen zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Für drei Jahre bietet die Bank aktuell zwei Prozent Zinsen an, die Mindestanlagesumme sind 5.000 Euro.

Mit dem Einlagengeschäft will die Bank sich neue Geldquellen erschließen, um die Refinanzierung ihres Kreditgeschäfts auszuweiten. Bislang hatte sich die HRE auf gewerbliche Kunden spezialisiert und vor allem große Immobiliengeschäfte wie Bürogebäude oder Hotels finanziert.

Angst um ihr Geld müssen die Anleger nicht haben: Seit dem Jahr 2009 ist die HRE nach der Notrettung mit Milliardenhilfen im Staatsbesitz. Bis 2015 muss sie wieder privatisiert werden.

Im vergangenen Jahr verbuchte die Bank einen Gewinnrückgang um 64 Millionen Euro auf 124 Millionen Euro, blieb damit aber im Rahmen ihrer Prognose von 100 bis 140 Millionen Euro. Im Neugeschäft kam die Bank im vierten Quartal wieder gut voran.

Für das laufende Jahr zeigte sich die Pfandbriefbank vorsichtiger: Erwartet werde ein Vorsteuerergebnis von mehr als 100 Millionen Euro. Die HRE war im Jahr 2008 mit Milliardenhilfen gerettet und danach verstaatlicht worden.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfinanzierer

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