12.04.2012 | Investoren

Hotelinvestments: Weit weniger Transaktionen als erwartet

Das Transaktionsvolumen auf dem Hotelinvestmentmarkt Deutschland ist im 1. Quartal 2012 weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Jahresvergleich sind laut Jones Lang LaSalle 70 Prozent weniger investiert worden.

Jones Lang LaSalle Hotels hat bei der Untersuchung Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens fünf Millionen Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschließlich in Deutschland berücksichtigt. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von grenzüberschreitenden Portfolioverkäufen veräußert werden.

„Ende letzten Jahres sind wir davon ausgegangen, dass die Verhandlungen der einen oder anderen Transaktion innerhalb der ersten drei Monate zum Abschluss kommen wird. Das hat sich nicht bewahrheitet", sagt Thorsten Faasch, Leiter Investment Jones Lang LaSalle. "Verzögerungen müssen zunehmend durch Fragen bei der Finanzierung hingenommen werden." Ein grundsätzlicher Nachfrage- oder Produktmangel sei nicht das Problem des Marktes.

Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres mit großvolumigen Deals wie dem Steigenberger AirportHotel Berlin, der allein rund 60 Millionen Euro ausmachte, kamen die bis dato vier Einzeltransaktionen zusammen auf zirka 43 Millionen Euro, darunter der bislang größte Deal, der Verkauf des Suite Novotel Hamburg City an die Deka Immobilien. „Eine fünfte Transaktion, die das von Jones Lang LaSalle registrierte Gesamtvolumen auf über 100 Millionen Euro erhöht hätte, ist im ersten Quartal nicht abgeschlossen worden", so Faasch.

Bei der einzigen Portfoliotransaktion handelt es sich um einen Verkauf von drei Hotels in Sekundärmärkten an einen Investor aus Hongkong für 25 Millionen Euro. „Trotz des schwachen Starts gehen wir von einem guten bis sehr guten Hotelinvestmentjahr aus", so der Experte. „Zahlreiche Transaktionen befinden sich in der Vorbereitung zur Vermarktung." Beeinflusst würden die Verkäufe durch die allgemein gute Marktlage in Deutschland sowie die anhaltenden Restrukturierungen der Bankenbestände.

„Das Vorjahresergebnis von knapp unter einer Milliarde Euro dürfte auch 2012 erreichbar sein", so Faasch. Dabei hätten die Investoren, verstärkt auch aus dem Ausland, Hotelimmobilien in nahezu allen Segmenten in Kernaber auch in Zweitmärkten auf ihrem Bildschirm.

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