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Hochtief startet 2013 mit Gewinn und ist sein Flughafengeschäft los

Die Flughafensparte hält Abteile an sechs Airports europaweit
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Baukonzern Hochtief hat sein Flughafengeschäft an einen kanadischen Pensionsfonds verkauft. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Essen mit. Die Transaktion soll 1,1 Milliarden Euro eingebracht haben. Für das Jahr 2013 hebt der Konzern seine Ergebnisprognose an.

Der Erwerb erfolgt mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 und wird sich auf das Ergebnis nicht großartig auswirken, wie das Unternehmen mitteilt. Das Geld soll nun für den Abbau von Schulden und den Ausbau des operativen Infrastrukturgeschäfts verwendet werden.

Die Hochtief AirPort GmbH ist nach Angaben des vom spanischen Bauunternehmen ACS kontrollierten Konzerns einer der weltweit führenden Flughafeninvestoren und -manager. Die Gesellschaft hält Beteiligungen an den Airports Athen, Budapest, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana, die zusammen jährlich etwa 95 Millionen Passagiere abfertigen.

Der Konzern hatte den schon länger geplanten Verkauf vorerst auf Eis gelegt, da wegen der Schuldenkrise in Europa offenbar kein angemessener Preis zu erzielen war. Im Februar hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass sich Hochtief wieder intensiver um den Verkauf der Sparte bemüht.

Hochtief hebt Ergebnisprognose für 2013 an

Das Unternehmen weist für das erste Quartal 2013 bereits ein deutlich verbessertes Ergebnis aus. So erreichte das betriebliche Ergebnis (Ebita) einen Wert von 189,1 Millionen Euro. Dazu trugen alle
Divisions bei. Der Auftragsbestand liegt nach Ende der ersten drei Monate mit nahezu 50 Milliarden Euro weiter auf dem hohen Vorjahresniveau. Der Auftragseingang stieg auf knapp 31,5 Milliarden Euro und übertraf damit das Vorjahr um mehr als 24 Prozent.

Der Umsatz stieg um 9,6 Prozent auf 25,5 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich auf 541,4 Millionen Euro. Der Konzerngewinn betrug 155,2 Millionen Euro nach einem Verlust von 160,3 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Hochtief weiterhin, dass sich Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand normalisieren. Jedoch hebt der Konzern seine Gewinnerwartung an: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 erwarte man für 2013 einen Anstieg des Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie des Konzerngewinns auf 670 bis 750 Millionen Euro sowie des Konzerngewinns auf 210 bis 250 Millionen Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Baukonzern

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