03.04.2014 | Unternehmen

Helaba-Ergebnis stabil trotz WestLB-Integration

Helaba-Firmensitz in Frankfurt am Main
Bild: Helaba

Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat trotz hoher Kosten für die Integration des WestLB-Sparkassengeschäfts 2013 ihr Ergebnis auf dem Rekordniveau des Vorjahres gehalten: Das Konzernergebnis vor Steuern lag bei 510 Millionen Euro nach 512 Millionen Euro im Jahr 2012. Nach Steuern stieg das Ergebnis um 11,3 Prozent auf 354 Millionen Euro.

Die Übernahme des WestLB-Sparkassengeschäfts macht sich demnach trotz aller Kosten für die Helaba bezahlt. Dass die Helaba seit Sommer 2012 auch Zentralbank für die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ist, habe sich im vergangenen Jahr erstmals auch positiv auf die Ertragslage ausgewirkt, bilanzierte die Helaba am Donnerstag in Frankfurt. Für das laufende Jahr stimmte der Vorstand allerdings auf geringere Gewinne ein.

Im vergangenen Jahr lag der Vorsteuergewinn mit 510 Millionen Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert von 512 Millionen Euro. Der Überschuss legte dank geringerer Steuerbelastung sogar von 318 Millionen auf 354 Millionen Euro zu. "Die Zahlen zeigen seit Anfang
2013 in allen Geschäftsfeldern kontinuierlich nach oben. Dazu hat auch das überregionale Verbundgeschäft kräftig beigetragen", erklärte Helaba-Chef Hans-Dieter Brenner.

Die Helaba, die mehrheitlich den Sparkassen in Hessen und Thüringen gehört, hatte im Sommer 2012 das Sparkassengeschäft der nordrhein-westfälischen Landesbank WestLB übernommen, die auf Brüsseler Druck vom Markt verschwand. Die Helaba beschäftigt in ihrer Düsseldorfer Niederlassung 420 Mitarbeiter. Die Integration der sogenannten Verbundbank trieb die Kosten der Helaba in die Höhe: Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 90 Millionen Euro auf knapp 1,3 Milliarden Euro.

Mit einer zum Jahresende auf 12,8 (Vorjahr: 11,2) Prozent gesteigerten Kernkapitalquote sieht sich die Helaba gut gerüstet für die laufenden Tests der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB übernimmt am 4. November die Aufsicht über die größten Banken im Euroraum. Vorher durchleuchtet sie die Bilanzen der Institute auf mögliche Risiken und Kapitallöcher, im Sommer folgt ein Stresstest.

Im laufenden Jahr will sich die Helaba darauf konzentrieren, ihre Marktposition zu sichern und auszubauen. "Das erste Quartal 2014 ist gut angelaufen. Für das Gesamtjahr 2014 gehen wir von einem Konzernergebnis unter dem Vorjahresniveau aus", erklärte Brenner.

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