Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen beteiligt sich mit fünf Millionen Euro am "Capnamic Ventures Fonds II". Der Fonds hat insgesamt ein Volumen von 115 Millionen Euro und investiert in Unternehmen, die sich durch technische Innovation und disruptive digitale Innovation auszeichnen. Im Fokus stehen FinTechs, InsureTechs, PropTechs (Immobiliengeschäft) und RegTechs (Regulierungsthemen).

Der Fonds zielt schwerpunktmäßig auf „Series A“-Finanzierungen von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region). Mit der Beteiligung will die Helaba innovative Themen und deren Relevanz für die eigene Geschäftstätigkeit identifizieren, ein Netzwerk von FinTech-Kontakten etablieren und gemeinsame Initiativen entwickeln.

Zuvor war die Landesbank bereits eine Partnerschaft mit dem FinTech-Hub „TechQuartier“ in Frankfurt am Main eingegangen. Mit dem Engagement am "Capnamic Ventures Fonds II" erhofft sich die Helaba unter anderem einen noch stärkeren Zugang zum gesamtdeutschen und zum europäischen FinTech-Markt. Die Rolle der FinTechs als mögliche Konkurrenz wird von den Immobilienbanken noch nicht ernst genommen.

Die für den Fonds verantwortliche Iris Capnamic Management GmbH sitzt in Köln und wurde 2012 von Jörg Binnenbrücker gegründet. Er leitet die Firma mit zwei weiteren Managing Partnern. Neben der Helaba haben sich aus der Sparkassen-Finanzgruppe auch die Stadtsparkasse Düsseldorf, die Kreissparkasse Köln sowie die Ostsächsische Sparkasse Dresden mit insgesamt 10,5 Millionen Euro an dem Fonds beteiligt.