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Handel mit Logistik- und Industrieobjekten legt wieder zu

Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien legte 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent zu. Insgesamt notiert Jones Lang LaSalle für Gewerbeimmobilien einen Zuwachs von 22 Prozent.

Deutlich im zweistelligen Bereich ist die Anzahl der Transaktionen gestiegen (+41 % gegenüber 2010). Dabei lag das Verhältnis Einzel-zu Portfoliotransaktionen bei 58:7 (2010: 43:3). Mit rund 160 Millionen Euro die größte Transaktion war im Jahr 2011 die Übernahme des in Australien geführten ING Industrial Funds durch ein von der Goodman Gruppe angeführtes Investorenkonsortium. Elf Objekte des Fonds lagen in Deutschland.

Einzeltransaktionen zeigten mit einem Volumen von insgesamt rund 900 Millionen Euro ein Plus von 35 Prozent und machten damit Dreiviertel des Transaktionsergebnisses im Logistikbereich aus.

Top-Objekte mit langfristigen Mietverträgen weiter beliebt

48 Prozent des Transaktionsvolumens und die meisten Deals fallen nach wie vor zwar auf Top-Objekte mit langfristigen Mietverträgen. Zugenommen hat aber auch der Anteil des Volumens bei Core+ Objekten (von 14% in 2010 auf 32%). Gemessen an der Anzahl der Deals legten Investments mit Value-Add Charakter deutlich zu. Gleichwohl war ihr damit erzieltes Volumen über die Hälfte kleiner als die größte Portfoliotransaktion 2010 in dieser Risikoklasse.

Asset/Fund Manager dominieren

Die Asset/Fund Manager dominierten mit einem Anteil von 57 Prozent und über 20 Transaktionen das Investmentgeschehen. Die zweit- und drittplatzierten Käufer, nämlich Entwickler und Offene Fonds, investierten zusammen nicht einmal die Hälfte dieser Summe. Insgesamt deckten diese drei Investorentypen 80 Prozent des Transaktionsvolumens ab.

Entwickler dominieren Verkäuferseite

Auf Verkäuferseite war die Dominanz der Top 3 (93 % des Transaktionsvolumens) noch stärker mit einer Änderung in der Reihenfolge: Während die Entwickler bei 19 Verkaufsaktivitäten rund 550 Millionen Euro eingenommen haben, bauten die Asset/Fund Manager ihren Bestand unter dem Strich auf. Auf die Corporates entfielen ein Viertel aller verkauften Logistikimmobilien, das Volumen von unter 200 Millionen Euro macht deutlich, dass es sich dabei um kleinere Transaktionen gehandelt hat.

Ausländische Investoren stark engagiert

Erstmals seit dem Jahr 2008 bestimmten die ausländischen Investoren wieder das Marktgeschehen. Mit fast dreimal so vielen Transaktionen wie im Vorjahr (2011: 30) erreichten sie ein Volumen, das mit über 800 Millionen Euro deutlich höher lag als das Kapital, das von deutschen Anlegern kam (knapp unter 400 Mio. Euro).

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