14.05.2014 | Unternehmen

Hahn wirbt per Ende April 160 Millionen Euro Eigenkapital ein

Für den "Hahn FCP" wurde das "Life" in München gekauft
Bild: neuperlach.org

Die auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Hahn Gruppe hat bis Ende April schon mehr Kapital eingeworben als im Gesamtjahr 2013 mit 123 Millionen Euro: In den ersten drei Monaten kamen 60 Millionen Euro zusammen. Eine Tranche von 100 Millionen Euro wurde im April für einen institutionellen Individualfonds gezeichnet.

Im Geschäft mit institutionellen Anlegern wurde das Fachmarktzentrum "Life" in München mit einem Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro für den Luxemburger Fonds "Hahn FCP" erworben. Das Objekt verfügt über eine Mietfläche von 8.000 Quadratmetern. Der Spezialfonds wies zum Ende des ersten Quartals ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 550 Millionen Euro auf.

Weiterhin wurde mit dem "Hahn Primus Retail Fund" ein neuer Spezial-AIF mit einem Zielvolumen von 100 Millionen Euro aufgelegt. Davon sind im ersten Quartal 60 Millionen Euro bei professionellen und semi-professionellen Anlegern platziert worden.

Im April ist mit dem "Hahn VZWL Retail Fund" ein zweiter Spezial-AIF aufgelegt worden. Der für ein deutsches Versorgungswerk konzipierte Individualfonds weist ebenfalls ein Zieleigenkapitalvolumen in Höhe von 100 Millionen Euro auf und wurde vollständig gezeichnet. Die Kapitalzusagen für beide Fonds sollen in den kommenden Quartalen schrittweise, in Abhängigkeit von den Fondsinvestitionen, abgerufen werden.

Im Privatkundengeschäft sind im ersten Quartal noch keine Investmentfonds vermarktet worden. Bereits im Vorjahr hat die Hahn Gruppe sämtliche - vor der KAGB-Einführung aufgelegte - Publikumsfonds vollständig platziert. Nun laufen die Vorbereitungen, um voraussichtlich im Sommer den ersten regulierten Publikums-AIF aufzulegen.

Ertrags- und Finanzlage

Die Managementerlöse stiegen in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs 2014 um 13,5 Prozent von 2,15 auf 2,44 Millionen Euro. Maßgeblich hierfür waren insbesondere höhere Provisionseinnahmen aus dem Fonds Management.

Der Rohertrag bewegte sich mit 3,04 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (3,10 Mio. Euro). Aufgrund höherer Rechts- und Beratungsaufwendungen stiegen die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen im ersten Quartal um 0,3 Millionen Euro.

Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf -0,56 Millionen Euro (Vorjahr: -0,34 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,04 Euro (Vorjahr: -0,03 Euro).

Die Hahn Gruppe bestätigt ihre Prognose aus dem Geschäftsbericht. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet der Vorstand mit einem Konzernergebnis nach Steuern in der Bandbreite zwischen 2,2 und 3,2 Millionen Euro. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass der Vertrieb eines neuen Publikums-AIF noch in diesem Jahr planmäßig beginnen wird.

Auch 2013 hatte Hahn die Mittelzusagen gegenüber 2012 schon gesteigert.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie

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