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Gute Stimmung: Immobilienklima legt um 18 Prozent zu

Die deutschen Marktteilnehmer starten positiv gestimmt ins neue Jahr, wie die Januarbefragung des Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index zeigt: Das Immobilienklima legt deutlich um 18 Prozent zu und erreicht einen Wert, der zuletzt im Juli 2011 erzielt wurde.

Trotz der insgesamt nachlassenden globalen Wirtschaftsdynamik und des prognostizierten geringeren Wirtschaftswachstums für Deutschland, schätzen die Experten in der Immobilienbranche die aktuelle Lage deutlich positiver ein als noch im Dezember 2011.

Seit Beginn der Erhebung des Immobilienkonjunktur-Index bewerteten die Panel-Teilnehmer die Lage zum jeweiligen Jahresbeginn - außer im Januar 2010 - positiver als zum Ausklang des vorangegangenen Jahres. Eine derartige Stimmungssteigerung wie in diesem Jahr gab es jedoch vorher noch nie.

Steigerungen in fast allen Segmenten

Es bleibt abzuwarten, ob diese Euphorie nur von kurzer Dauer sein wird oder die Entwicklung des Immobilienklimas wieder langfristig an Dynamik gewinnt. Die zum Ende des Jahres 2011 einsetzende Seitwärtsbewegung beim Immobilienklima wird im Januar 2012 durch einen deutlichen Anstieg um 18 Prozent auf aktuell 140,9 Zählerpunkte durchbrochen und in eine deutliche Aufwärtsentwicklung transformiert. Das Immobilienklima befindet sich somit ungefähr wieder auf dem Niveau vom Juli 2011 (143,9 Zählerpunkte).

Die Zuwächse werden dabei zu annähernd gleichen Teilen von den beiden Teilindikatoren Investmentklima (+27,9 %) und Ertragsklima (+22,9 %) getragen. Nachdem das Büroklima seit dem Sommer eine starke Abwärtsentwicklung verzeichnen musste, erfolgte im Januar 2012 eine Kehrtwende. Mit einem Zuwachs von 30 Prozent auf aktuell 132,7 Zählerpunkte ist dieses Segment in diesem Monat am stärksten gestiegen.

Leichter Rückgang der Immobilienkonjunktur

Auch das Handelklima konnte zum Jahresbeginn zulegen. Der Anstieg ist mit 17,7 Prozent zwar nur gut halb so groß wie beim Büroklima, aber dennoch von großer Bedeutung. Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich wurden seit Beginn der Erhebung bei diesem Segment nur fünf Mal erreicht. Der dynamischen Entwicklung des Büro- und Handelklimas konnte das Wohnklima jedoch nicht folgen. Mit einem leichten Rückgang von 0,8 Prozent auf 160,6 Zählerpunkte bleibt das Wohnklima weiterhin stabil auf hohem Niveau.

Der makroökonomische Teilindikator des Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index muss im Januar erneut leichte Verluste verzeichnen. Mit einem Rückgang von 1,0 Prozent rutscht der Wert unter die Marke von 200 Zählerpunkten. Unter dieser Marke befand sich die Immobilienkonjunktur zuletzt im Juli 2010. Der Abwärtstrend hat sich allerdings weiter abgeschwächt.

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