23.05.2013 | LaSalle Investment Management

Günstiges Umfeld für globale Immobilienaktien

Das Stadtzentrum von Tokio: In Japan haben die Immobilienaktien zuletzt stark zugelegt.
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Ein moderates Wirtschaftswachstum und niedrige Zinsen bieten derzeit weltweit ein günstiges Umfeld für börsennotierte Immobiliengesellschaften. Das besagt der jüngste Global-Real-Estate-Securities-Report von LaSalle Investment Management. In Japan sind die Kurse im ersten Quartal 2013 stark gestiegen.

Eine leicht positive Wachstumsrate des BIP und eine kontrollierte Inflation bilden laut dem LaSalle-Report eine gute Grundlage für solides Wachstum der Erträge und Ausschüttungen von börsennotierten Immobiliengesellschaften. Das globale BIP dürfte demnach in den Jahren 2013 bis 2015 um durchschnittlich 3,4 Prozent jährlich wachsen und von 2,6 Prozent im Jahr 2013 auf 4,0 Prozent im Jahr 2015 ansteigen. Gleichzeitig werde die Inflation laut LaSalle in den nächsten drei Jahren bei durchschnittlich 3,1 Prozent liegen. Das heißt: Der Report erwartet keinen nennenswerten Anstieg der jährlichen Inflationsraten in den Volkswirtschaften.

Renditevorteil gegenüber Anleihen

Weiter rechnet LaSalle bei den börsennotierten Immobiliengesellschaften für die nächsten Jahren mit einem Ertragswachstum im hohen einstelligen Bereich. Börsennotierte Immobiliengesellschaften würden demnach eine deutlich höhere laufende Rendite bieten als entsprechende Alternativinvestments: der Dividenden-Vorteil betrage derzeit weltweit durchschnittlich 1,8 Prozent gegenüber Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit und 1,0 Prozent gegenüber mit BBB bewerteten Unternehmensanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Von einem weiteren Anstieg der Dividenden in der näheren Zukunft könne ausgegangen werden.

Dickes Kursplus in Japan

Dazu passt dass japanische Immobilienaktien im ersten Quartal 2013 mit einem Kurszuwachs von 25,3 Prozent einen Höhenflug erlebt haben, wie LaSalle weiter ermittelt hat. Die proaktive Haltung der japanischen Regierung im Blick auf die Revitalisierung der Wirtschaft beflügele auch den Aktienmarkt. Hinzu komme, dass die Regierung eine Verlängerung und möglicherweise auch eine Ausweitung der Hypothekensteuer-Vergünstigungen erwägt.

Die Rahmenbedingungen für japanische Gewerbeimmobilien blieben in den ersten Monaten 2013 stabil. Japanische REITs profitieren demnach bei der Kapitalbeschaffung auf dem Markt weiterhin von ihren hohen Aktienpreisen. Seit Beginn des Jahres wurden bei insgesamt elf Transaktionen, die im ersten Quartal zum Abschluss kamen, insgesamt 2,8 Milliarden US-Dollar (knapp 2,2 Milliarden Euro) an Eigenkapital eingesammelt.

Schlagworte zum Thema:  Japan, Immobilienaktien, Analyse

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