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Günstige Wohnungen in Berliner Innenstadt werden knapper

Günstige Wohnungen innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings werden knapper. In Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Tempelhof-Schöneberg stiegen die Mieten 2011 zweistellig, wie der GSW-Wohnmarktreport ergab.

Wer eine neue Wohnung sucht, müsse in Friedrichshain-Kreuzberg nun im Schnitt mit 8,02 Euro kalt je Quadratmeter rechnen. Der Bezirk liegt damit vor Charlottenburg-Wilmersdorf (8,00 Euro) an der Spitze. In den äußeren Bezirken verteuerte sich der Wohnungswechsel weniger. Dort wurden Wohnungen zwischen 2,1 und 6,4 Prozent teurer angeboten als im Jahr 2010.

Die Wohnungen wurden durchschnittlich für 6,59 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter und Monat angeboten. Im Vorjahr waren es noch 6,11 Euro. Das entspricht einer Steigerung um 7,8 Prozent. Besonders stark verteuerten sich mit 9,9 Prozent die hochwertigen Wohnungen auf durchschnittlich 12,04 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter und Monat. Am wenigsten betroffen von den Preisanstiegen waren die günstigen Wohnungen. Sie stiegen um 4,6 Prozent auf 4,50 Euro. Damit gibt es insgesamt in Berlin weiterhin ein Angebot an günstigen Wohnungen, jedoch mit einer Verknappung in den Stadtteillagen innerhalb des S-Bahn-Rings.

Mieten entwickelten sich je nach Lage unterschiedlich

Die äußeren Bezirke verteuerten sich vergleichsweise wenig. In Marzahn-Hellersdorf legten die Mieten um 2,1 Prozent zu, in Treptow-Köpenick um 4,7, in Spandau um 4,9 Prozent und in Lichtenberg um 5,0 Prozent. In den Bezirken Mitte (+13,1 Prozent), Friedrichshain-Kreuzberg (+11,1 Prozent) und Tempelhof-Schöneberg (+10,1 Prozent) verteuerten sich die Mieten mit zweistelligen Zuwachsraten am stärksten.

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im Jahr 2011 ebenfalls stärker gestiegen als im Vorjahr: Der Mittelwert der Angebotspreise stieg um 8,3 Prozent (2010: +7,9 Prozent) und liegt nun bei 1.883 Euro pro Quadratmeter (2010: 1.739 Euro). Die Angebotspreise für Mehrfamilienhäuser legten in 2011 ähnlich stark zu wie im Jahr 2010: Sie stiegen um 3,5 Prozent auf 1.149 Euro pro Quadratmeter.

Bezirk Mitte gespalten

Im Bezirk Mitte wurden in 2011 absolut gesehen die höchsten Mieten verlangt. Zugleich gab es die größten Preisunterschiede zwischen den teuersten und den einfachsten Wohnungen. Der Bezirk ist sozial und räumlich gespalten: In der historischen Mitte und dem Potsdamer Platz liegen die Angebotsmieten im oberen Marktsegment zwischen 17 und 18 Euro pro Quadratmeter und erreichen somit die höchsten Werte der Stadt. Im nordwestlichen Teil des Bezirks mit Moabit und dem Wedding ballen sich hingegen die Wohnungen des untersten Preissegments, das für den Bezirk Mitte mit einem Median von 4,84 Euro etwas über dem gesamtberliner Mittelwert von 4,50 Euro liegt.

Gedämpfte Preisanstiege im Osten und in den Randbezirken

In den Bezirken Pankow und Tempelhof-Schöneberg überstiegen die Angebotsmieten den Berliner Mittelwert. Neukölln arbeitet sich näher an ihn heran. In dem einst verrufenen Bezirk hat sich ein gehobenes Segment herausgebildet: Das teuerste Zehntel der Wohnungen wurde zu einem Mittelwert von 9,08 Euro angeboten.

Lichtenberg, Reinickendorf und Treptow-Köpenick sind Bezirke mit unterdurchschnittlichem Angebots-Mietniveau von rund sechs Euro pro Quadratmeter und gedämpftem Mietanstieg. Die Schlusslichter im Vergleich der Bezirke sind Marzahn-Hellersdorf und Spandau. Hier gibt es noch größere Leerstände, die aber weiter abgebaut werden. Wohnungen der unteren Preisklasse gab es in Marzahn-Hellersdorf beispielsweise schon für durchschnittlich 3,63 Euro pro Quadratmeter und Monat.

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