23.10.2014 | Marktanalyse

Global ausgerichtete Immobilienfonds bieten derzeit nicht mehr Rendite als europäische

Immobilienfonds, die auch außerhalb Europas investieren, bringen zwar nicht mehr Rendite, aber sie tragen zur Risikodiversifizierung bei.
Bild: Haufe Online Redaktion

In den vergangenen Jahren konnten Offene Globalfonds keinen Renditeaufschlag für ihre spezifische Risikostruktur generieren. Das geht aus einer Analyse der Ratingagentur Scope hervor.

Von den bislang aufgelegten zehn Offenen Globalfonds stehen Privatanlegern derzeit sowieso nur noch drei zur Verfügung. Die restlichen sieben Fonds werden abgewickelt oder wurden mit anderen Produkten verschmolzen. Von den drei verbliebenen Globalfonds weist nur einer – der Deka-ImmobilienGlobal – gegenwärtig einen Globalanteil von rund 50 Prozent des Immobilienvermögens auf. Die beiden anderen sind derzeit nur zu rund einem Drittel außerhalb Europas investiert. Seit 2010 haben laut Scope die weltweit investierenden Fonds im Durchschnitt zwar höhere Bruttomieterträge generiert als ihre europäisch investierenden Parallelprodukte. Der Renditevorteil betrug 2013 rund 80 Basispunkte. Im Gegenzug wiesen Globalfonds jedoch höhere Kosten vor allem für ausländische Ertragsteuern, Währungsabsicherung und Bewirtschaftung der weltweiten Bestände aus. Im Ergebnis sei die durchschnittliche Fondsperformance damit im vergangenen Jahr niedriger gewesen als bei Europafonds. Das gesunkene Renditeniveau der Globalfonds in Verbindung mit dem höheren Risikoprofil (zum Beispiel höhere Länderrisiken, kürzere Mietvertragslaufzeiten, verstärkte Single-Tenant-Risiken) spiegele sich auch in den im Vergleich zu Europafonds niedrigeren Ratings. Nichtsdestotrotz sind Globalfonds laut der Analyse grundsätzlich jedoch dazu geeignet, die Risikostreuung in einem sicherheitsorientierten Portfolio zu verbreitern, heißt es weiter.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienfonds, Rendite

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