19.06.2012 | Top-Thema Gewerbliche Immobilienfinanzierung

Widersprüchliche Signale

Kapitel
Vorstand der Hochtief Solutions AG
Bild: Hochtief Solutions

„Es ist nicht leichter geworden auf den Immobilienmärkten in Europa“, sagt Rainer Eichholz, Vorstand der Hochtief Solutions AG.

Das Marktumfeld sende widersprüchliche Signale: „Während die Nachfrage nach Projekten nicht zuletzt am erhöhten Transaktionsvolumen zu erkennen ist, zeigt die Finanzierungslandschaft ein konträres Bild zu dieser Entwicklung.“ Die Banken und ihr direktes Umfeld sind Eichholz zufolge geprägt von weiteren exogenen und endogenen Faktoren, die nicht unmittelbar mit der realen Entwicklung der Immobilienmärkte zusammenhängen; obendrein würden die Finanzierungskonditionen durch die jeweils eigene Unternehmensstrategie der Banken und deren individuelle Ausgangssituation beeinflusst. „Was die eine nicht finanziert, mag für die andere dennoch ein lohnendes Investment sein“, so Eichholz. Gleichwohl gelte für alle: „Finanziert wird unter der Voraussetzung, dass der Projektentwickler genügend Eigenkapital mitbringt, die geforderte Vorvermietung liefert und eine entsprechende Erfahrung in der Asset-Klasse aufweisen kann.“  Eichholz zufolge liegt die Eigenkapitalquote bei neueren Projekten in der Regel bei mehr als 30 Prozent. Bei der Vorvermietungsquote verlangen Banken je nach Projekt zwischen 40 und 60 Prozent. Darüber hinaus gingen die Flexibilität der Nutzbarkeit und die Nachhaltigkeit mit in die Prüfung zur Finanzierung ein. „Banken machen sich heute ein viel umfassenderes Bild von der Immobilie“, so Eichholz. „Für sie muss das Konzept stimmig sein. Erst dann sind sie bereit, zu finanzieren.“

Schlagworte zum Thema:  Immobilienfinanzierung, Immobilienkredit, Finanzkrise

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