29.05.2015 | JLL

Geschlossene Fonds kauften seit 2007 für rund 19 Milliarden Euro ein

Büros dominierten das Transaktionsgeschehen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Über alle Sektoren hinweg wurden seit 2007 von geschlossenen Immobilienfonds mehr als 19 Milliarden Euro in deutsche Gewerbeobjekte investiert. Dem stehen Desinvestments von lediglich knapp sechs Milliarden Euro gegenüber. Im Vergleich ergibt sich eine Nettobilanz von mehr als 13 Milliarden Euro. Büros dominierten das Transaktionsgeschehen mit Zukäufen von 11,3 Milliarden Euro.

Das ergibt eine aktuelle JJL-Studie. "Geschlossene Fonds suchen Renditen für ihre Anleger, am besten in Single Tenant-Objekten mit lang laufenden Mietverträgen", so Timo Tschammler, bei JLL Member of the Management Board Germany.

Dominierten ausländische Fonds 2007 noch ganz eindeutig das Marktgeschehen, so sei die Tendenz seither abnehmend.

Laut Studie sind ausländische Investments seit 2014 in diesem speziellen Anlagesektor vollständig zum Erliegen gekommen. Auch seitens deutscher geschlossener Fonds wurden im Gesamtjahr 2014 eben mal noch rund 500 Millionen Euro investiert, bereits im ersten Quartal 2015 allerdings wieder in einer Größenordnung von 223,4 Millionen Euro.

"2015 dürfte auf jeden Fall ein investives Gesamtvolumen deutlich über dem des zurückliegenden Jahres zu verzeichnen sein", so Tschammler.

Der geografische Investitionsfokus geschlossener Immobilienfonds lag in den letzten beiden Jahren eindeutig außerhalb der Big 7, per Saldo über den Zeitraum seit 2007 bilanziert der geografische Investitionsfokus aber eher ausgeglichen mit einem nur leichten Plus von Investments außerhalb der Big 7 (50,8 Prozent).

Über den Untersuchungszeitraum hinweg dominierten Büros das Transaktionsgeschehen mit Zukäufen von insgesamt 11,3 Milliarden Euro gegenüber 5,9 Milliarden Euro verkäuferseitig. Auch hier das absolute Boom-Jahr 2007 mit 4,7 Milliarden investierten Euro. Per Saldo bilanzieren die An- und Verkäufe geschlossener Immobilienfonds in Deutschland bei Büroimmobilien im Gegenwert von rund 8,2 Milliarden Euro noch immer positiv - mit einer Negativbilanz lediglich in den Jahren 2013 (minus 162,7 Millionen Euro) und 2014 (minus 167,1 Millionen Euro).

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Offene Immobilienfonds, Immobilienfonds

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