17.01.2012 | Investoren

Geschäftshäuser als Kapitalanlage wieder zunehmend gefragt

Die guten Umsatzergebnisse des Einzelhandels in deutschen Innenstädten lassen die Werte der Geschäftshäuser weiter steigen. Einzelhandelsobjekte sind laut Analyse des Maklerhauses Lührmann als Kapitalanlage wieder gefragt.

Von Krisenstimmung sei in den Fußgängerzonen nichts zu spüren, so Lührmann. Deutschlands Einkaufsmeilen bleiben auch im Jahr 2012 interessant für internationale Filialunternehmen. Aktuell suchen und eröffnen große Einzelhandelsunternehmen aus den USA und Asien in den besten deutschen Einkaufslagen ihre Vorzeigestandorte. Dadurch geraten auch die angemieteten Immobilien wieder in den Fokus professioneller Anleger.

Kaufpreisfaktoren steigen, Renditen sinken

„Wir verzeichneten im Laufe des vergangenen Jahres eine weiter ansteigende Nachfrage nach Geschäftshäusern in innerstädtischen 1A-Lagen bei gleichzeitig begrenztem Angebot“, so Ansgar Meyer, geschäftsführender Gesellschafter bei Lührmann. Das treibe den Preis und führe dazu, dass institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Fonds, aber auch Family Offices und vermögende Privatinvestoren, in einem regelrechten Bieterwettbewerb um die besten Immobilien in den deutschen 1A-Lagen stehen.

„Die Anleger reizt die gut kalkulierbare Risiko-Ertrags-Struktur der innerstädtischen Einzelhandelsimmobilie", sagt Meyer. In Zusammenhang mit den langfristigen Vermietungen an finanzstarke Handelsmieter steigen somit die Kaufpreisfaktoren. Gleichzeitig sinken aber auch die Renditen von Spitzenobjekten auf Werte von weniger als fünf Prozent.

In der Zehnjahresbetrachtung haben Einzelhandelsimmobilien in den 239 relevanten deutschen Einkaufsstädten im Schnitt um 8,5 Prozent an Wert zugelegt. In den 14 größten deutschen Städten lag dieser Zuwachs sogar bei rund 42 Prozent.

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