15.11.2011 | Investoren

Freiburger Ladenmieten steigen kontinuierlich

Die Handelsmieten in den 1a-Lagen von Freiburg im Breisgau sind laut Comfort Städtereport in den vergangenen fünf Jahren um 20,8 Prozent für Flächen bis 120 Quadratmeter gestiegen. Für größere Flächen liegt der Preis um 21,4 Prozent höher als noch 2006.

Die Mieten bewegen sich für Ladenlokale mit einer Verkaufsfläche von 80 bis 120 Quadratmetern derzeit bei 145 Euro pro Quadratmeter und für Verkaufsflächen von 300 bis 500 Quadratmetern bei 85 Euro pro Quadratmeter. Alleine von 2010 auf 2011 stiegen die Mieten um 3,6 für die kleineren beziehungsweise 3,7 Prozent für die größeren Ladenlokale.

Der positive Trend beeinflusst auch die Seitenstraßen. „Freiburgs Einzelhandel erfreut sich an einer Innenstadt, die weder von Einzelhandelsansiedlungen an der Peripherie bedrängt wird noch in Konkurrenz zu anderen Oberzentren steht“, so Manfred A. Schalk, Comfort-Geschäftsführer. Im Gegenteil: Immer mehr Touristen aus der Schweiz und Frankreich entdecken Freiburg als Einkaufsziel. Die Abwertung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken hat zuletzt noch einmal mehr Kunden aus der Schweiz nach Freiburg gezogen.

Neue Mieter und Entwicklungen in der Kaiser-Joseph-Straße

Die Kaiser-Joseph-Straße als Haupteinkaufsmeile mit sehr hoher Fußgängerfrequenz hat den höchsten Filialsierungsgrad mit Schwerpunkt Junge Mode und Schuhe. Das Flächenangebot ist hier stark limitiert, daher werden die Mietpreise, die sich bereits auf hohem Niveau befinden, weiter steigen. Aktuell liegt der Mietpreis bei 145 Euro pro Quadratmeter. Weiter aufgewertet wird die "KaJo" durch neue Mieter wie Hallhuber oder Marc Cain sowie die begonnene Projektentwicklung für Thalia und Promod.

Nach Ansicht von Comfort spricht auch der jüngste Immobiliencoup für die anhaltende Attraktivität der Freiburger Innenstadt: Der lokale Projektentwickler Hans-Peter Unmüssig hat das von ihm errichtete „Atrium“ am Augustinerplatz von der zur Goldman Sachs gehörenden Archon Group erworben, ebenso wie die sogenannte Storchenpassage zwischen Grünwälder- und Salzstraße. Das „Atrium“, das bis zum Jahr 1988 die Inselbrauerei Feierling beherbergt hatte, verfügt über 5.000 Quadratmeter Handels- und Bürofläche, die Storchenpassage über rund 2.000 Quadratmeter Mietfläche. Unmüssig kündigte eine Änderung der Mieterstruktur und Renovierungen an.

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