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Frankfurt mit knapp drei Milliarden Euro Investmentumsatz

In Frankfurt wurden 2011 laut einem Marktbericht von BNP Paribas Real Estate 2,97 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien angelegt. Damit übertrifft die Main-Metropole das Vorjahresergebnis um knapp 58 Prozent.

Der zehnjährige Durchschnitt wurde um rund fünf Prozent übertroffen. Damit setzt sich Frankfurt an die Spitze der großen deutschen Investitionsstandorte vor München und Berlin.

„Vor allem Großdeals haben zum Umsatz beigetragen“, sagt Oliver Barth, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Frankfurter Niederlassungsleiter. „Mit den Doppeltürmen der Deutschen Bank und dem Silberturm der Commerzbank wurden zwei der vier größten Einzeldeals des Jahres 2011 in Frankfurt getätigt.“

Die Anzahl der in der Analyse berücksichtigten Transaktionen hat sich noch einmal auf 72 erhöht (2010: 64). Das durchschnittliche Volumen pro Deal stieg auf gut 41 Millionen Euro (plus 40 %).

Fonds bestimmen das Marktgeschehen

Der in Frankfurt traditionell hohe Anteil an Großdeals über 50 Millionen Euro erhöhte sich im Jahr 2011 auf 71,5 Prozent, womit das durchschnittliche Volumen pro Transaktion mit rund 41 Millionen Euro den höchsten Wert der vergangenen acht Jahre erreicht. Mit knapp 14 Prozent folgen Deals zwischen 25 und 50 Millionen Euro vor der Kategorie zehn bis 25 Millionen Euro (10 %) und kleinere Objekte bis 10 Millionen Euro (knapp 5 %).

Auch wenn die Beteiligung unterschiedlicher Anlegergruppen ausgeglichener war als im Vorjahr, bestimmten Fonds 2011 erneut das Marktgeschehen: Auf den ersten beiden Plätzen liegen Geschlossene Fonds (628 Mio. €) und Spezialfonds (616 Mio. €). Sie erreichten zusammen einen Anteil von mehr als 40 Prozent; im Vorjahr waren es noch 76 Prozent.

Auf den weiteren Rängen folgen Equity/Real Estate Funds (Anteil: knapp 12 %), Versicherungen (gut 10 %), Offene Fonds (9 %) und private Anleger (gut 8 %). Der Anteil ausländischer Investoren sank von 55 Prozent im Jahr 2010 auf aktuell 21 Prozent – ein für Frankfurt vergleichsweise niedriger Wert.

Banken und Entwickler verkaufen am meisten

Die Verkäufergruppen werden von den Banken mit einem Anteil von 38 Prozent am Verkaufsvolumen angeführt (bedingt durch den Verkauf der Doppeltürme und des Silberturms). Platz zwei nehmen die Projektentwickler ein (fast 25 %), die noch vor einem Jahr auf dem ersten Rang lagen (2010: 56 %). Mit beträchtlichem Abstand folgen Equity/Real Estate Funds (7 %), Corporates (6 %) sowie Immobilienunternehmen und offene Fonds (jeweils gut 5 %).

Trotz des Verkaufs der beiden großen Bürotürme haben Büroimmobilien lediglich einen Anteil von knapp 47 Prozent am Transaktionsvolumen (Vorjahr: 85 %). Platz zwei belegen Einzelhandelsimmobilien (inklusive innerstädtischer Geschäftshäuser) mit knapp 27 Prozent, die ihren Anteil gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert haben (plus 8 %).

Mehr als fünfmal soviel wie im Vorjahr wurde in Hotels investiert (Umsatzanteil: 9 %). Rund fünf Prozent des Investmentumsatzes wurden mit Entwicklungsgrundstücken erzielt, die noch vor einem Jahr kaum in Erscheinung traten. Fast verdreifacht hat sich der Umsatz mit Logistikimmobilien (auf gut 4 %).

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