21.03.2012 | Investoren

EZB-Direktor Asmussen warnt vor Immobilienblase

Insgesamt gebe es in Europa keine Anzeichen für spekulative Exzesse, in Deutschland aber müsse die Entwicklung der Immobilienpreise aufmerksam verfolgt werden, warnte Jörg Asmussen in einem Zeit-Interview.

Die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt bereitet Asmussen Sorge. Es sei zwar nicht unbedingt Aufgabe der Europäischen Zentralbank, gegen mögliche Preisblasen vorzugehen, sagte der Währungshüter der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag).

Wenn es in einzelnen Märkten aber Probleme gebe, müssten die nationalen Behörden aktiv werden. Asmussen nannte als Beispiel strengere Regeln für die Vergabe von Immobilienkrediten.

Nach jüngsten Daten der Bundesbank sind die Preise für Wohnimmobilien im vergangenen Jahr stark um rund fünfeinhalb Prozent angestiegen, nach einem bereits deutlichen Zuwachs um zweieinhalb Prozent im Jahr 2010.

"Erstmals seit dem Wiedervereinigungsboom Anfang der neunziger Jahre ist hierzulande somit ein konjunktureller Aufschwung wieder mit einer markanten Preisreaktion auf den Häusermärkten verbunden", hatte die Bundesbank die Entwicklung kommentiert.

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