07.12.2011 | Investoren

Eurokrise sorgt nicht für Absturz an Europas Immobilienmärkten

Die Gesamtertragsperspektiven auf den europäischen Gewerbeimmobilien-Märkten flachen deutlich ab, wie der Deka Immobilien Monitor zeigt. Ein Absturz an den Mietmärkten, wie in den Jahren 2008 und 2009 nach der Lehman-Pleite, bleibt jedoch aus, so die DekaBank-Analysten.

Die europäischen gewerblichen Immobilienmärkte bekommen im Jahr 2012 die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise unterschiedlich zu spüren. Eine schwächere Mietnachfrage, steigende Nettoanfangsrenditen und engere Finanzierungsbedingungen werden Nachfrage und Aktivitätsvolumen auf den Immobilienmärkten begrenzen. Doch werden nicht alle Märkte in gleichem Maße betroffen sein, so die Deka-Analysten.

Während sich die nordeuropäischen Kernmärkte wie Deutschland und Frankreich erneut relativ robust zeigen, fallen die Prognosen für die Märkte in Südeuropa, etwa in Italien und Spanien, deutlich pessimistischer aus. „Ein Absturz an den Mietmärkten, wie in den Jahren 2008 und 2009 nach der Lehman-Pleite, bleibt aus. Gerade im derzeitigen Marktumfeld spricht somit vieles für die Anlage in gut diversifizierte Immobilienportfolios“, sagt Dr. Matthias Danne, Immobilien- und Finanzvorstand der DekaBank.

Außereuropäische Märkte werden attraktiver

Die DekaBank erwartet 2012 für ganz Europa Gesamtertragsverluste von durchschnittlich rund 2,6 Prozent. „Im Jahr 2013 und den darauffolgenden Jahren sollten sich die Gesamterträge wieder leicht erholen. Für Offene Immobilienfonds, die breit diversifiziert sind und ihr Immobilien- und Mietvertragsportfolio über mehrere Jahre hinweg aufgebaut haben, stellen diese Erwartungen aber keine besonderen Schwierigkeiten dar“, so Dr. Danne.

Zwar werden einige asiatische Immobilienmärkte wie Seoul und Tokyo auf Grund ihrer Exportabhängigkeit von Europa und der hohen Bautätigkeit kurzzeitig belastet. Diese Situation werden sie jedoch mittel- bis langfristig überwinden. Insbesondere Tokio dürfte mittlerweile den Boden erreicht haben.

In den USA erwartet die DekaBank im Jahr 2012 einen durchschnittlichen Gesamtertrag von rund 3,5 Prozent. Die besten Perspektiven ergeben sich in den High-Tech- und rohstofforientierten Märkten wie San Francisco, Boston, Dallas und Seattle. In Lateinamerika sehen die DekaBank-Experten Mexiko-City und Santiago de Chile in einer starken Position. Auch Märkte in rohstoffreichen Ländern wie Australien und Kanada sollten von der Krise in Europa weitgehend unbeeindruckt bleiben.

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