25.04.2012 | Top-Thema Erbschaft- und Schenkungsteuer

Beispiel: Steuersparpotenzial einer gewerblichen Immobilienfirma

Kapitel

Ein Steuerzahler verfügt über ein umfangreiches privates Immobilienvermögen, dessen Verwaltung einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb im Sinne der Verwaltungserlasse erfordert. Er will den vermieteten Grundbesitz auf seine beiden Söhne übertragen.

Statt den privaten Grund und Boden direkt zu verschenken, gründet er zunächst zwei Firmen. Eine GmbH und eine GmbH & Co. KG. Bei der KG darf nach dem Gesellschaftsvertrag nur die GmbH oder andere Personen, die nicht an der KG beteiligt sind, zur Geschäftsführung befugt sein. In den „Firmenanteil" der GmbH & Co. KG bringt er in einem zweiten Schritt seine Immobilien ein. Grunderwerbssteuer fällt bei dieser Transaktion nicht an. Statt der Immobilien verschenkt er dann Firmenanteile zu gleichen Teilen an seine Stammhalter. Auch die Anteile an der Komplementär-GmbH werden quotal mit übertragen. Der Effekt: Mit dem einfachen Schachzug hat man privates Immobilienvermögen in steuerlich privilegiertes Betriebsvermögen transformiert.

Auch bei der Gewerbesteuer genießen grundbesitzverwaltende Personengesellschaften ein Privileg - die reinen Erträge aus der Vermietung und dem Verkauf der Immobilien bleiben bei dieser Steuerart von der kommunalen Zusatzabgabe befreit.

Schlagworte zum Thema:  Erbschaftsteuer, Schenkungssteuer

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