14.02.2012 | Investoren

Empire State Building vor dem Börsengang

Das Empire State Building sorgte in diesen Tagen nicht nur mit dem traditionellen Treppenlauf für Schlagzeilen: Das berühmte Wahrzeichen New Yorks soll an die Börse gebracht werden.

Vom IPO versprechen sich die Eigentümer nach dem derzeitigem Stand bis zu eine Milliarde Dollar (760 Mio. Euro). Das Hochhaus im Art-Deco-Stil ist Teil eines sogenannten Real Estate Investment Trusts (REITs), in dem zwölf Gebäude gebündelt sind. Die Mehrzahl der Objekte des „Empire State Realty“ liegt in Manhattan, der Rest in „Greater New York“. Empire State Realty soll an der New Yorker Börse unter dem Ticker-Symbol ESB gehandelt werden.

Das im Jahr 1931 zur Zeit der “großen Depression“ fertiggestellte Empire State Building war mit seiner Höhe von 381 Metern und 102 Stockwerken seinerzeit das höchste Gebäude der Welt; der Rekord wurde erst im Jahr 1974 vom 442 Meter hohen Sears Tower in Chicago gebrochen. In der Silhouette Manhattans wurde das Hochhaus bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001 nur von den Zwillingstürmen des World Trade Centers überragt.

Immobilieninvestor Peter Malkin hatte das Empire State Building vor zehn Jahren von Donald Trump und einem seiner Geschäftspartner für 57,5 Millionen Dollar erworben. Zwischenzeitlich haben die Walkins das Gebäude für mehr als eine halbe Milliarde Dollar grundlegend renoviert und dabei unter anderem die 6.514 Fenster des Wolkenkratzers erneuert. Den Börsengang planten die Malkins bereits im November des vergangenen Jahres; wie US-Medien berichten, dürfte die Familie auch nach dem Börsengang die Kontrolle über das Gebäude behalten. Dass sich „Normalverbraucher“ mit dem Kauf von REIT-Anteilen an Landmarkgebäuden der USA beteiligen können, sei eher die Ausnahme, heisst es.

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