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Einzelhandelsmarkt Europa: Hoher Wettbewerb um Top-Lagen

Trotz der verhaltenden wirtschaftlichen Stimmung bleiben die Mietpreise für Einzelhandelsflächen in Europa stabil. Grund ist ein hoher Wettbewerb um die Top-Standorte. Das geht aus einer Studie von CBRE hervor.

Dabei ist das Konsumklima in Europa im vierten Quartal 2011 weiter zurückgegangen und liegt aktuell deutlich unter dem langfristen Durchschnittsniveau. Befürchtungen aufgrund der anhaltenden Krise in der Eurozone, der Angst vor Arbeitslosigkeit und des Rückgangs des Haushaltseinkommens hatten einen bedeutenden Einfluss auf das Konsumklima, insbesondere in den Ländern der Eurozone.

Der CBRE European Prime High Street Rent-Index stieg trotz des starken Wachstums der Mietpreise in Berlin, Manchester und Lille im vierten Quartal 2011 um nur 0,5 Prozent. Im Gesamtjahr 2011 stiegen die Einzelhandelsmieten in Europa um durchschnittlich 3,4 Prozent. Dabei hat sich das Wachstum im zweiten Halbjahr verlangsamt. Die Einzelhandelsmieten in den erstklassigen Lagen blieben in den meisten Fällen stabil, nur für einige führende Einkaufsstraße wurden signifikante Steigerungen registriert.

Nachfrage auf führende Metropolen fokussiert

Die Nachfrage nach Flächen bleibt weiter stark auf die Top-Lagen in den führenden Metropolen fokussiert und Einzelhändler stehen hier in hohem Wettbewerb um adäquate Flächen. Insgesamt wird von längeren Verhandlungsphasen berichtet, was nicht auf die Verhandlungen selbst, sondern auch auf eine sorgfältige Standortanalyse durch die Retailer zurückzuführen ist.

Das Konsumklima in Europa hat sich im ersten Halbjahr 2011 um den langfristigen Durchschnitt bewegt und ist in der zweiten Jahreshälfte gesunken. Besonders starke Rückgänge gab es im vierten Quartal 2011 in Dänemark und den Niederlanden, den stärksten Rückgang verzeichnete – mit 12,6 Basispunkten in der zweiten Jahreshälfte – Italien. In Großbritannien gab es nach einem Rückgang in der ersten Jahreshälfte 2011 zum Ende des Jahres hin eine Verbesserung.

Aufgrund des geringen Konsumklimas haben sich auch die Umsätze im Weihnachtsgeschäft entsprechend entwickelt. Im den EU 27-Staaten stiegen die Einzelhandelsumsätze im Dezember 2011 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um lediglich 0,1 Prozent. In der Eurozone gaben diese sogar um 1,6 Prozent nach. In Russland und Polen hingegen stiegen die Einzelhandelsumsätze.

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