15.02.2012 | Investoren

Eigentumswohnungen verteuern sich weiter

Die von der Hypoport AG ermittelten Indizes für Eigentumswohnungen und neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind im Januar erneut stark gestiegen: Um 1,25 beziehungsweise 0,84 Prozent. Insgesamt legte der Hauspreis-Index (HPX) um 0,37 Prozent auf 105,10 Punkte zu.

Am deutlichsten stieg der Indexwert für Wohnungen. Kapitalanleger haben ihren Teil zu dieser Preissteigerung beigetragen. Darüber hinaus spielen demografische Aspekte wie die zunehmende Migration und der Trend zum Wohnen in Großstädten bei der Preisentwicklung dieser Immobilienklasse eine Rolle.

Auch die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind stark angestiegen. In strukturstarken Regionen ist der Wechsel im Bestand geringer als in strukturschwachen Regionen. Dies führt dazu, dass die Neubautätigkeit in den Top-Regionen angekurbelt wird und möglicherweise entsprechend die Preise nach oben treibt.

Im Umkehrschluss werden die Preise für Bestandsimmobilien durch Objekte in strukturschwachen Regionen, die wenige Altbauten aufweisen, nach unten gezogen. 

Gesamtindex: Leicht steigend

Im Januar 2012 steigt der Gesamtindex nach leichtem Rückgang im Vormonat erneut. Die Zunahme um 0,37 Prozent auf 105,10 Punkte ist auf die starken Zuwächse der Indizes für Eigentumswohnungen und neue Ein- und Zweifamilienhäuser zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Januar 2011: 100,03 Punkte) legt der Gesamtindex um 5,07 Prozent zu.

Eigentumswohnungen: Stark steigend

Die Preise für Eigentumswohnungen erhöhten sich zum Jahresstart stark: Das Plus von 1,25 Prozent treibt den Indexwert auf aktuell 106,80 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Indexberechnung im August 2005. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 7,16 Prozent (Januar 2011: 99,66 Punkte).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: Stark steigend

Nach der leichten Steigerung im Vormonat, erhöhte sich der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser im Januar um 0,84 Prozent stark auf 112,92 Punkte. Damit liegt der Indexwert um 4,39 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert (Januar 2011: 108,17 Punkte). Dies ist ein neuer Höchstwert.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: Stark sinkend

Nach dem starken Indexabfall im Dezember (-1,83 Prozent) sinken die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Januar mit einem Minus von 1,15 Prozent erneut deutlich. Die kontinuierlichen Anstiege von Mai bis November 2011 sorgen aber dafür, dass der Indexwert noch immer um 3,61 Prozent über seinem Vorjahreswert liegt (Januar 2011: 92,26 Punkte).

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