Die Eckpunkte für die Fusion von DG Hyp und WL Bank sind festgelegt Bild: DG Hyp

Die genossenschaftlichen Immobilienbanken DG HYP und WL Bank streben an, die geplante Fusion bis Mitte 2018 rückwirkend zum 1.1.2018 unter Dach und Fach zu bringen. Die Institute waren im März 2017 in Fusionsgespräche eingetreten und haben seither wesentliche Eckpunkte in einer gemeinsamen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) vereinbart. Das fusionierte Institut wird unter der Marke DZ Hyp in der DZ Bank Markenfamilie auftreten.

Die DZ Bank AG ist Hauptaktionärin der WL Bank. Die ordentlichen Hauptversammlungen der Banken müssen bis Mitte 2018 über die Fusion entscheiden. Die vereinigte Immobilienbank wird die bisherigen Kundensegmente – Gewerbekunden, Wohnwirtschaft, Kommunen sowie Privatkunden – unverändert bedienen. Zugleich entsteht durch die Fusion die größte Pfandbriefbank Deutschlands.

Hamburg und Münster sollen die Hauptstandorte der fusionierten Bank bleiben.

  • Frank Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender der WL Bank, wird als zukünftiger Co-CEO der fusionierten Gesellschaft die Bereiche Markt Wohnungswirtschaft, Markt Kommunal, Markt Privatkunden und Verbund-Betreuung, Personal, Vorstandsstab und Gremienmanagement verantworten.
  • DG HYP-Chef Dr. Georg Reutter übernimmt als zweiter CEO die Bereiche Markt Gewerbekunden FinanzGruppe, Markt Gewerbekunden Institutionelle, Markt Treasury, Kommunikation/Marketing und Investor Relations sowie Recht.
  • Manfred Salber wird CRO und die Bereiche Marktfolge Gewerbekunden, Marktfolge Wohnungswirtschaft und Privatkunden, Sanierung und Abwicklung, Marktfolge Treasury und Kommunal, Risikocontrolling verantworten.
  • Dr. Carsten Düerkop wird als zukünftiger CFO/COO der fusionierten Gesellschaft die Bereiche Finanzen, Compliance, Organisation und Betrieb, IT, Interne Revision sowie Gutachter leiten.

Das fusionierte Institut wird Teil der DZ Bank Markenfamilie

Die DZ Bank Gruppe erreichte nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 2,2 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis lag bei 1,6 Milliarden Euro.

Das Resultat ist nach Angaben des Unternehmens maßgeblich getragen von einer guten Entwicklung im Kundengeschäft. Zudem spiegele es die Fusion mit der WGZ Bank wider, die 2016 erfolgte. Das Ergebnis aus dem Zusammenschluss lag demnach bei 256 Millionen Euro. Hierin enthalten sind Erträge aus der Konsolidierung von vor der Fusion bestehenden Geschäftsbeziehungen in Höhe von 344 Millionen Euro sowie ein IFRS-bedingter positiver Bewertungseffekt in Höhe von 159 Millionen Euro. Außerdem enthält die Position Aufwendungen für Restrukturierung, Transaktion und Migration in Höhe von 247 Millionen Euro.

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