16.01.2012 | Investoren

Düsseldorf mit knapp einer Milliarde Euro Investmentumsatz

Das Transaktionsvolumen im Düsseldorfer Marktgebiet belief sich 2011 auf rund 954 Millionen Euro und verfehlte knapp die Milliarden-Schwelle, so ein Marktreport von BNP Paribas Real Estate. Das Ergebnis liegt damit rund 20 Prozent unter dem Vorjahreswert.

„Dennoch handelte es sich um ein gutes Investmentjahr: Es ist der vierthöchste jemals in Düsseldorf registrierte Umsatz", so Christoph Meszelinsky, Düsseldorfer Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate. Im bundesweiten Vergleich liegt die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt hinter Frankfurt, München, Berlin und Hamburg unverändert auf dem fünften Platz.

Das Volumen der Großdeals über 50 Millionen Euro hat sich nahezu halbiert. Dafür verantwortlich war vor allem ein mangelndes Angebot an entsprechenden Objekten. Die Anzahl der in der Analyse berücksichtigten Transaktionen (52) liegt auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Das durchschnittliche Volumen pro Deal hat dagegen von 23  (2010) auf gut 18 Millionen Euro abgenommen.

Auch in Düsseldorf liegen Investments über 50 Millionen Euro mit einem Anteil von rund 37 Prozent an der Spitze, allerdings knapp vor der Kategorie von 25 bis 50 Millionen Euro (35 %). Mit knapp 18  Prozent sind Verkäufe von zehn bis 25 Millionen Euro am Ergebnis beteiligt. Bemerkenswert ist der mit rund zehn Prozent überproportional hohe Anteil kleinerer Deals (bis 10 Mio. €), auf die mehr als die Hälfte aller Transaktionen entfiel.

Offene Fonds verdreifachen Umnsatzanteil

Während 2010 Geschlossene Fonds die Rangliste der Investoren mit rund 54 Prozent uneingeschränkt anführten, waren sie im Jahr 2011 gar nicht vertreten. Dies ist umso erstaunlicher, als sie in vielen anderen Städten zu den aktivsten Käufergruppen gehörten.

Dagegen haben Offene Fonds ihren Umsatzanteil auf 34 Prozent mehr als verdreifacht und liegen dieses Jahr an der Spitze. Auf den weiteren Plätzen folgen Spezialfonds (13 %), Projektentwickler (12,5 %) und Versicherungen mit knapp elf Prozent. In größerem Umfang investiert haben auch private Anleger und Immobilien AGs (jeweils rund 8 %). Ausländische Investoren haben mit 22 Prozent zum Ergebnis beigetragen.

Wie im Vorjahr waren Projektentwickler 2011 die mit Abstand aktivste Verkäufergruppe (42,5 %). Mit knapp 16 Prozent folgen Spezialfonds, vor den Equity/Real Estate Funds (12 %) sowie den Immobilien AGs und privaten Anlegern mit jeweils knapp neun Prozent. Die noch im vergangenen Jahr weit vorne liegenden Geschlossenen Fonds (2010: 10,5 %) haben sich mit rund einem Prozent des Investmentumsatzes sehr zurückgehalten.

Büros und Einzelhandel im Fokus

Bürohäuser setzten sich mit einem Anteil von 54 Prozent am Gesamtumsatz wieder an die Spitze, allerdings verloren sie gegenüber 2010 (81  %) deutlich. Profitiert haben davon Einzelhandelsimmobilien, zu denen auch innerstädtische Geschäftshäuser zählen, die ihren Anteil auf knapp 38 Prozent (2010: 16 %) steigerten.

An keinem anderen der großen Standorte verteilt sich das Transaktionsvolumen so homogen über das Marktgebiet wie in Düsseldorf. Der im vergangenen Jahr deutlich führende Cityrand erobert mit 33 Prozent zwar erneut die Führung, allerdings nahezu gleichauf mit der Peripherie (31 %). Nur knapp dahinter liegen die Cityzonen mit einem Anteil von 29 Prozent, abgeschlagen auf dem letzten Platz landen die Nebenlagen mit rund sechs Prozent.

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