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Börsenstart für Deutsche Pfandbriefbank gelungen

Die Pfandbriefbank ist ab sofort börsennotiert
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Deutschen Pfandbriefbank (ppb) ist das Börsendebüt gelungen. Bei Handelsstart an der Frankfurter Börse wurden die Aktien der Kernbank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) zum Preis von 11,45 Euro gehandelt. Mit dem Börsengang erlöst der Bund knapp 1,16 Milliarden Euro.

Ursprünglich waren bis zu 1,37 Milliarden Euro angepeilt, doch ließen sich die Papiere nur zu einem Preis am untersten Ende der Spanne von 10,75 bis 12,75 Euro losschlagen.

Mit dem Schritt wollte der Bund 75,1 Prozent der Anteile an dem Institut loswerden, das nach der Notverstaatlichung in der Finanzkrise sechs Jahre im Staatsbesitz war. Zugleich hat sich der Staat verpflichtet, für zwei Jahre mit 20 Prozent beteiligt zu bleiben. Zunächst war auch ein Verkauf geprüft worden, doch fiel die Entscheidung für einen Börsengang, weil sich damit ein höherer Erlös erzielen ließ.

Für Rückenwind sorgten die neuesten Entwicklungen im Griechenland-Streit: In der Nacht hatte das griechische Parlament den Reformauflagen der Gläubiger zugestimmt und damit eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Verhandlungen mit den Europartnern über ein drittes Hilfspaket ausgeräumt.

Noch in der vergangenen Woche hatte es Bedenken gegeben, ob der Zeitpunkt für den Schritt aufs Parkett angesichts der Börsenturbulenzen rund um die Griechenland-Krise gut gewählt sei.

Großen zeitlichen Spielraum dafür hatte der Bund als Eigentümer allerdings ohnehin nicht: Mit der Trennung von der Pfandbriefbank erfüllt er Vorgaben der EU-Kommission, die eine Privatisierung bis 2016 zur Auflage gemacht hatte.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Pfandbriefbank, Börse

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