19.08.2015 | Unternehmen

Deutsche Annington verdoppelt FFO im zweiten Halbjahr

Die Zentrale der Deuschen Annington in Bochum.
Bild: Deutsche Annington Immobilien SE

Der Wohnungsvermieter Deutsche Annington hat im zweiten Halbjahr 2015 seinen Funds from Operation (FFO) im Vergleich zum Vorjahr auf 264,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Auch seine kürzlich erhöhte Prognose für das Gesamtjahr hat der Konzern bestätigt. Demnach soll der FFO I auf 560 bis 580 Millionen Euro (2014: 287 Millionen Euro) steigen. Der erhebliche Anstieg ist vor allem der Übernahme des Konkurrenten Gagfah zu verdanken. Ohne diesen Kauf war zuvor ein FFO I von 340 bis 360 Millionen Euro avisiert worden. Der Net Asset Value (EPRA NAV) der Deutsche Annington - das Immobilienvermögen ohne Schulden - legte zum 30. Juni 2015 um 53,4 Prozent auf rund 10,09 Milliarden Euro zu. Die Leerstandsquote sank von 3,8 auf 3,5 Prozent. Die monatliche Ist-Miete pro Quadratmeter bereinigt um Zu- und Abgänge stieg von 5,58 auf 5,73 Euro.

Vergangene Woche hatten bereits die Konkurrenten LEG Immobilie, Deutsche Euroshop und Deutsche Wohnen ihre Quartalsberichte vorgelegt, die an der Börse allesamt wohlwollend aufgenommen wurden. LEG und Deutsche Wohnen hoben sogar ihren Ausblick für die Kenngröße FFO an.

Alle Immobilienunternehmen profitieren derzeit von der regen Nachfrage nach Wohnimmobilien und von höheren Mieteinnahmen. Das niedrige Zinsniveau begünstigt zudem Übernahmen. Auch die Deutsche Annington mischt auf diesem Feld kräftig mit. Neben der Gagfah-Übernahme erwarb der Konzern die Gruppe Süddeutsche Wohnen (Südewo). Um das Geschäft zu stemmen, erhöhten die Bochumer durch die Ausgabe neuer Aktien ihr Kapital.

Deutsche Annington: Im Herbst Aufstieg in den Dax?

Die Deutsche Annington will sich im Herbst in Vonovia umbenennen. Der Konzern hat zudem gute Chancen, in den Dax aufzusteigen.

Schlagworte zum Thema:  Unternehmen, Bilanz

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