15.05.2012 | Stichtag 21. Mai

CS Euroreal öffnet unter Vorbehalt der Liquidität

Credit Suisse Headquarter, Zürich
Bild: Credit Suisse

Der Offene Immobilienfonds CS Euroreal lässt die Anleger über sein Schicksal entscheiden. Der seit zwei Jahren eingefrorene Fonds nimmt bis zum 21. Mai Verkaufsaufträge seiner Investoren an, wie das Credit Suisse Asset Management in Frankfurt mitteilte.

Die Investoren müssen allerdings einen Abschlag von 3,5 Prozent in Kauf nehmen. Alle Verkaufsaufträge, die ab dem 9. Mai bei der Depotbank des Fonds eingehen, werden gesammelt und am Ende des ersten Handelstages (21. Mai, 17 Uhr) ausgeführt, sofern die an diesem Tag verfügbare Liquidität die vorliegenden Rücknahmeaufträge übersteigt.

In diesem Fall würde der Fonds wieder geöffnet, die Anteilrücknahme aber vorerst auf einmal pro Jahr umgestellt. Im Fall der erfolgreichen Öffnung des Fonds werden am Ende des ersten Handelstages die Vertragsbedingungen des CS Euroreal auf das neue Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) umgestellt. Sollten die Rückgabewünsche die verfügbare Liquidität übersteigen, wird der Fonds abgewickelt.

Nettoliquidität soll durch aktuelle Verkäufe auf 27 Prozent steigen

Credit Suisse wagt somit den gleichen Versuch, mit dem erst zu Wochenbeginn der Wettbewerber SEB ImmoInvest gescheitert ist: Weil zu viele Anleger ihre Anteile zurückgeben wollten, reichte die Liquidität bei weitem nicht aus. Der SEB ImmoInvest wird inzwischen angewickelt.

In den CS Euroreal mit rund sechs Milliarden Euro Volumen haben mehr als 200.000 Kleinanleger Ersparnisse investiert. Weniger als fünf Prozent der Anteile liegen nach den Credit Suisse-Angaben in Händen institutioneller Investoren, davon etwa die Hälfte bei Dachfonds. Credit Suisse bezifferte die Nettoliquidität des Euroreal aktuell auf rund 1,5 Milliarden Euro oder rund 25 Prozent des Fondsvermögens.

Noch in dieser Woche werde eine weitere Liegenschaften im Wert von über 100 Millionen Euro veräußert, sagte Heuß. Die Nettoliquidität steige damit auf etwa 27 Prozent. Bei weiteren zwei Objekten seien die Verkaufsgespräche fortgeschritten. Derzeit hat der Fonds 99 Liegenschaften in ganz Europa, davon 40 Prozent in Deutschland.

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