07.08.2014 | Unternehmen

Commerzbank steigert Ergebnis durch schnellen Abbau von Altlasten

Commerzbank: Abbau von Altlasten beflügelt das Geschäft
Bild: Commerzbank/Julia Schwager

Die Commerzbank hat das operative Ergebnis im zweiten Quartal 2014 deutlich gesteigert: Das Institut erwirtschaftete einen Überschuss von 100 Millionen Euro, der operative Gewinn stieg von 74 auf 257 Millionen Euro. Ein Grund: Die Bank muss weniger Geld für faule Kredite zurücklegen. Auch im Neukundengeschäft ist die Bank auf Wachstumskurs.

Insgesamt steigerte die Commerzbank ihr Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr auf 300 Millionen Euro, nach minus 58 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013. Im ersten Halbjahr 2014 stieg der operative Gewinn auf 581 Millionen Euro, nach 538 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013.

Hauptursache für das im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Ergebnis war die wegen der Verkäufe der gewerblichen Immobilienfinanzierungsportfolios (CRE) deutlich reduzierte Risikovorsorge. Insbesondere hat die Commerzbank ihre CRE-Portfolios in Spanien und Japan sowie das notleidende CRE-Kreditportfolio in Portugal inklusive der dazugehörigen Zinsabsicherungsderivate veräußert.

Die Transaktionen umfassten gewerbliche Immobilienkredite in Höhe von insgesamt 5,1 Milliarden Euro. Davon stufte die Bank 1,4 Milliarden Euro als notleidende Kredite ein (Spanien: 1,1 Milliarden Euro, Portugal: 0,3 Milliarden Euro).

Im zweiten Quartal 2014 kam es für die Bank durch diese Verkäufe zu einer Ergebnisbelastung in Höhe von 71 Millionen Euro. Diese Transaktionen führten aber zu einem positiven Nettokapitaleffekt von über 200 Millionen Euro. Mit den Transaktionen verbessert sich das Risikoprofil des CRE-Kreditbestands entsprechend deutlich. Das Portfolio der Kredite, die die Bank im Bereich CRE als stärker risikobehaftet einstuft („higher risk cluster“), wird durch die Verkäufe nahezu komplett zurückgeführt.

Gute Entwicklung im Segment Privatkunden und Baufinanzierung

Auch das Ergebnis vor Steuern lag im ersten Halbjahr mit 581 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (erstes Halbjahr 2013: 45 Millionen Euro). Im zweiten Quartal stieg das Ergebnis vor Steuern auf 257 Millionen Euro (zweites Quartal 2013: 74 Millionen Euro). Das Konzernergebnis verbesserte sich in diesem Zeitraum auf 100 Millionen Euro (zweites Quartal 2013: 40 Millionen Euro).

Im Segment Privatkunden entwickelte sich das Operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2014 auch weiterhin erfreulich. Mit 227 Millionen Euro lag es 85 Prozent über dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2013: 123 Millionen Euro). Allein im zweiten Quartal 2014 wurde ein Operatives Ergebnis in Höhe von 115 Millionen Euro erzielt.

Die Zahl der Nettoneukunden stieg im zweiten Quartal um 95.000, nachdem im Auftaktquartal bereits 43.000 Nettoneukunden gewonnen wurden. Das Neugeschäft in der Baufinanzierung wuchs im ersten Halbjahr 2014 um 25 Prozent auf fünf Milliarden Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienbank

Aktuell

Meistgelesen