15.12.2011 | Investoren

Colliers erwartet überdurchschnittliches Bürovermietungsjahr

Der Flächenumsatz auf dem deutschen Bürovermietungsmarkt wird sich nach dem Absturz 2009 und der Markterholung 2010 in diesem Jahr auf überdurchschnittlichem Niveau bewegen. Zu diesem Ergebnis kommt Colliers in einer Marktanalyse.

„Wir erwarten für 2011 eine Steigerung des Flächenumsatzes in den sechs wichtigsten Büromärkten um rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 2,85 Millionen Quadratmeter“, sagt Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland. Im Vergleich zum Mittelwert der vergangenen zehn Jahre entspräche dies sogar einer Zunahme um zwölf Prozent.

Das überdurchschnittliche Umsatzergebnis in Verbindung mit den niedrigen Fertigstellungszahlen bei gleichzeitig hohen Vorbelegungsquoten hat auch Auswirkungen auf den Flächenleerstand, der mit rund 7,3 Millionen Quadratmetern mehr als neun Prozent unter dem Jahresendwert 2010 liegen dürfte. „Der zehnjährige Durchschnittswert von knapp sieben Millionen Quadratmetern Flächenleerstand dürfte trotz der geringen Fertigstellungszahlen erst mittelfristig erreicht werden", schränkt Andreas Trumpp mit Blick auf die rückläufigen Umsatzprognosen ein.

Spitzenmieten zum Teil über Vorjahresniveau

Die Spitzenmieten in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart werden 2011 im Vergleich zum Vorjahr zulegen: zum Teil um mehr als fünf Prozent", prognostiziert Trumpp. In Düsseldorf und Frankfurt werden sich allerdings die geringeren Flächenumsätze in exklusiveren Lagen und Objekten in stagnierenden beziehungsweise bis zu 15 Prozent geringeren Spitzenmieten als noch 2010 niederschlagen.

„Wir erwarten 2012 ein Flächenumsatzergebnis auf dem Niveau des zehnjährigen Mittelwerts zwischen 2,5 und 2,6 Millionen Quadratmetern“, so Trumpp. Da die Fertigstellungspipeline gleichzeitig eine hohe Vorbelegungsquote aufweist, ist ein weiteres moderates Absinken des Leerstands zu erwarten. Die Spitzenmieten werden vereinzelt weiter zulegen, dürften aber 2011 insgesamt ihr aktuelles Hoch im Zyklusverlauf erreicht haben.

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