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Colliers: Büroimmobilien rücken wieder in den Investorenfokus

In den ersten drei Monaten des Jahres 2012 wurden nach einer Studie von Colliers zehn Prozent weniger in gewerblich genutzte Immobilien investiert. Dafür legten Büroimmobilien zu.

Laut der Analyse wurden im ersten Quartal 2012 rund 5,1 Milliarden Euro in gewerblich genutzte Immobilien investiert. Grund für diesen Rückgang ist laut Colliers eine geringere Zahl an sehr großvolumigen Verkäufen. In die sechs Top-Standorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart flossen knapp 2,8 Milliarden Euro.

Während im Vorjahr Einzelhandelsimmobilien die größte Aufmerksamkeit auf Seiten der Investoren weckten, standen laut Colliers im ersten Quartal 2012 Büroimmobilien eindeutig im Anlagefokus. Mit 2,6 Milliarden Euro wurde gut die Hälfte des Transaktionsvolumens mit dem Verkauf von Büroimmobilien erzielt. Die guten Flächenumsatzzahlen und die rückläufigen Leerstandszahlen im Jahr 2011 dürften hier unter anderem eine wichtige Rolle gespielt haben, meint Colliers. Die Nachfrage nach Büroimmobilien war bereits etwa ab Mitte des vergangenen Jahres deutlich gestiegen. Weitere 1,1 Milliarden Euro wurden in einzelhandelsgenutzte Immobilien investiert, was einem Anteil von 21 Prozent am Transaktionsvolumen entspricht.

Die Top-Standorte in Deutschland konnten insgesamt alle zulegen. In den wichtigsten Immobilienzentren Deutschland lag das Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2012 fast durchweg deutlich höher als 2011. Insgesamt wurden knapp 2,8 Milliarden Euro in den sechs Top-Standorten angelegt, was laut Colliers nahezu einer Verdoppelung des Vorjahresergebnisses entspricht. Besonders hoch sei die Steigerung in Stuttgart gewesen. Lediglich Berlin musste aufgrund des Wegfalls von großvolumigen Verkäufen einen Rückgang um 22 Prozent auf 387 Millionen Euro hinnehmen. Umsatzspitzenreiter war München mit 727 Millionen Euro vor Frankfurt mit 579 Millionen Euro und Hamburg mit 500 Millionen Euro. Kaum Veränderungen gab es indes bei den Spitzenrenditen. Colliers geht davon aus, dass sich der Transaktionsmarkt auch im weiteren Jahresverlauf gut entwickeln wird.

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