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Citigroup zahlt 800 Millionen Euro an geschädigte Investoren aus

Auch die BayernLB soll Geld bekommen
Bild: BayernLB

Die US-Großbank Citigroup zahlt umgerechnet mehr als 800 Millionen Euro an eine Gruppe von 18 institutionellen Investoren aus. Unter anderem die Bayerische Landesbank (BayernLB), die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Allianz-Fondstochter Pimco sollen Geld erhalten. Damit legt die Bank im Rahmen eines Vergleichs den Rechtsstreit um faule Hypothekenpapiere bei.

Dem Vergleich müssen allerdings noch die Verwalter (die sogenannten Trustees oder Treuhänder) der Hypothekenpapiere sowie staatliche Stellen zustimmen. "Mit diesem Vergleich erledigt sich eine beträchtliche Altlast aus der Finanzkrise", erklärte die Citigroup am Montag in New York.

Wie viel von dem Betrag auf die BayernLB und die LBBW entfällt, konnte ein Sprecher der Bank auch am Dienstag noch nicht sagen. Von der Zahlung profitieren am Ende auch Investoren, die nicht direkt an den Verhandlungen mit der Citigroup beteiligt waren.

Wall-Street-Banken hatten vor dem Jahr 2008 Hypothekenpapiere verkauft, in denen unter anderem Eigenheimkredite gebündelt waren. Als die Blase am US-Immobilienmarkt 2007 platzte und viele Hausbesitzer ihre Raten nicht mehr zahlen konnten, verloren die Papiere massiv an Wert. Die BayernLB wäre wegen fauler ABS-Papiere fast Pleite gegangen und musste damals vom Freistaat mit einer Milliardenspritze gerettet werden. Viele Investoren fühlten sich damals über den Tisch gezogen und gingen juristisch gegen die Wall-Street-Banken vor, zum Teil erfolgreich.

Schlagworte zum Thema:  Aktien, Bank, Strafe

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