14.07.2014 | Unternehmen

Citigroup muss fünf Milliarden Euro für Hypothekenskandal zahlen

Die Bank hat nur für einen Teil der ausgehandelten Strafe Rückstellungen gebildet
Bild: Haufe Online Redaktion

Die US-amerikanische Großbank Citigroup muss umgerechnet 5,1 Milliarden Euro (sieben Milliarden US-Dollar) für zweifelhafte Hypotheken-Deals aus der Zeit vor der Finanzkrise zahlen. Das Geldinstitut einigte sich jetzt mit dem US-Justizministerium und anderen staatlichen Stellen auf die Summe.

In einem vergleichbaren Fall hatten die Behörden im Herbst 2013 den Branchenprimus JPMorgan zu einer Gesamtstrafe von 13 Milliarden Dollar verdonnert, bei der Bank of America wird über einen Vergleich in Höhe von 12 Milliarden Dollar spekuliert.

Die US-Justiz warf der Citigroup vor, Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren über den Tisch gezogen zu haben. Die Bank habe den Käufern verschwiegen, wie schlecht es um viele der enthaltenen Hauskredite gestanden habe. Ausbleibende Kreditraten und der damit verbundene rapide Wertverfall dieser Hypothekenpapiere befeuerten die Finanzkrise 2008.

Die Citigroup muss nun 4,5 Milliarden US-Dollar bar an diverse Behörden und das Justizministerium zahlen. Mit den verbleibenden 2,5 Milliarden Dollar muss die Bank strauchelnden US-Hausbesitzern unter die Arme greifen.

Da die Bank nur für einen Teil der ausgehandelten Strafe Rückstellungen gebildet hat, drückt die Einigung auf das Ergebnis im zweiten Quartal. Vor Steuern steht nach Angaben des Kreditinstituts eine Belastung von rund 3,8 Milliarden Dollar zu Buche. Die Citigroup galt in den vergangenen Jahren lange als Sorgenkind an der Wall Street. Im vergangenen Jahr gelang ihr aber ein Gewinnzuwachs von 84 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar.

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