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CBRE: Latenter Nachfrageüberhang sorgt für sinkende Spitzenrenditen

Deutsche Immobilien sind inzwischen zu beliebt. Vor allem der Mangel an Core- und Core Plus-Objekten verhindere ein noch höheres Transaktionsvolumen und führe zu sinkenden Spitzenrenditen, meint der Immobiliendienstleister CBRE.

Der Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien wurde nach einer Untersuchung von CBRE im ersten Quartal im Wesentlichen durch Einzelverkäufe bestimmt, auf die 85 Prozent des Gesamtumsatzes oder 4,3 Milliarden Euro entfielen. Insgesamt konnten rund 19 Prozent mehr Investmenttransaktionen gezählt werden als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, jedoch blieben großvolumige Investments – mit einzelnen Ausnahmen – bislang aus. Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland, glaubt, dass „der Mangel an geeigneten Produkten vor allem im Core- und Core Plus-Segment bei dem latenten Nachfrageüberhang nach deutschen Gewerbeimmobilien ein noch höheres Transaktionsvolumen verhindert“ habe. Am Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien in Deutschland wurden laut CBRE im ersten Jahresviertel 2012 rund 5,1 Milliarden Euro und damit ein um sieben Prozent niedrigeres Transaktionsvolumen als im Vorjahreszeitraum registriert. Zwar startete der Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien hierzulande etwas verhaltener ins neue Jahr, bleibt aber laut CBRE mit dem erzielten Investmentvolumen gut 13 Prozent über dem langfristigen Mittel.

Im Investorenfokus standen weiterhin im Wesentlichen die fünf großen deutschen Investmentzentren (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München), auf die laut CBRE 48 Prozent des gesamten bundesweiten Investmentumsatzes entfielen. Auffallend sei der hohe Anteil inländischer Investoren, die mit 3,9 Milliarden Euro für mehr als drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumens verantwortlich zeichneten und die den einheimischen Investmentstandort gerade in der weiter anhaltenden europäischen Staatsschuldenkrise als Hort der Stabilität schätzten, sagt CBRE. Dominierende Nutzungsart waren im ersten Jahresviertel 2012 Büroimmobilien mit 2,55 Milliarden Euro oder 50 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens.

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