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Bundesbank verkauft Kreditpaket "Excalibur" an Lone Star

Die Deutsche Bundesbank hat das Anleihenpaket "Excalibur" an den Investor Lone Star verkauft, wie die Notenbank am Freitag in Frankfurt berichtete. Das Gesamtvolumen des Deals habe einen Nennwert von 1,4 Milliarden Euro.

Ein Teil des Portfolios aus besicherten Anleihen (ABS) sei bereits im Januar veräußert worden, Dder Rest werde nun bis Ende April abgewickelt. Über weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Das aus Hypotheken für Gewerbeimmobilien zusammengesetzte Papier war im Jahr 2008 von Lehman als Sicherheit für Notenbankkredite bei der Europäischen Zentralbank hinterlegt worden und hatte damals einen Nominalwert von 2,16 Milliarden Euro. In der Folge haben Tilgungen und Verwertungsleistungen diesen Nennwert reduziert. Im Januar hatte die Bundesbank den Nominalwert auf etwa 1,3 Milliarden Euro beziffert.

Als die US-Bank im Jahr 2008 in die Pleite schlitterte, hatte sie für 8,5 Milliarden Euro Notenbankkredite des Eurosystems im Portfolio und dafür Sicherheiten hinterlegt. Die Rückstellungen im Eurosystem seien durch die allmähliche Verwertung von anfangs 5,73 Milliarden Euro bis Ende 2011 auf rund 0,95 Milliarden Euro geschmolzen.

Mit dem Verkauf von Excalibur sieht sich die Bundesbank auf gutem Weg, die Lehman-Sicherheiten noch in diesem Jahr komplett abbauen zu können. "Die Altlasten der Lehman-Insolvenz für das Eurosystem sind nun bald abgearbeitet", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel: "Die Lehman-Pleite und ihre Konsequenzen für das weltweite Finanzsystem sollten ein mahnendes Beispiel für die Exzesse einzelner Marktteilnehmer bleiben."

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