Immobilien-ETFs werden als Anlagevehikel künftig mehr Akzeptanz unter Multi-Asset-Managern finden Bild: © Natalia Merzlyakova - Fotolia.com

Börsengehandelte Fonds (exchange-traded funds, ETF) könnten auf dem deutschen Markt bald eine größere Rolle spielen. In einer Umfrage von Catella unter 100 Multi-Asset-Managern gaben 57 Prozent der Teilnehmer an, dass sie zwischen 2019 und 2022 ein Auftreten von Immobilien-ETFs erwarten. Nur 13 Prozent sehen hier keine Produktpositionierung.

Vor allem Real Estate Secondaries und Real Estate Multi Manager Fonds könnten eine künftige Anlagealternative darzustellen: 20 Prozent der befragten Multi-Asset-Manager würden vier bis sechs Prozent in Secondaries investieren und 7,7 Prozent in Multi Manager Fonds.

Auch die Anlageform Private Equity dürfte im Falle eines Leitzinsanstiegs von einer Anpassung profitieren und einen bis zu zehn Prozent höheren Anteil in der Allokation von Investoren einnehmen, wie die Umfrage von Catella zeigt: Hierbei liegt die Renditeerwartung bei mehr als zehn Prozent.

Exchange Traded Funds widerfahren demnach eine Anpassung von fünf Prozent in den Asset Allokationen und performen mit einer durchschnittlichen Rendite von drei Prozent.

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Kein Angriff auf Spezialfonds

„Die Ausweitung des Investitionsspektrums auf Real Estate Secondaries und ETFs in den vergangenen 20 Monaten scheint mehr als nur eine Vision“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research, Catella.

Einen Angriff auf Spezialfonds sieht Beyerle durch diese Entwicklung nicht. In den kommenden Jahren rechnet Catella Research vielmehr mit einem Anstieg des Marktvolumens in alternative Immobilienanlageprodukte.

"Hier zeigt sich strukturell eine zunehmende Akzeptanz von immobilienbasierten Finanzmarktprodukten bei Multi Asset Managern mit Renditeerwartungen deutlich jenseits der fünf Prozent“, sagt Beyerle abschließend.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienfonds, Fonds

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