24.10.2016 | Transaktion

Bericht: BGP verkauft deutsche Immobilien komplett an chinesischen Staatsfonds

Kaufen Chinesen im große Stil in Deutschland ein: Die ehemaligen BGP-Wohnungen sollen unter anderem in Köln liegen
Bild: SH-Vector/phoelix/shutterstock.com

Die luxemburgische BGP Holdings Europe hat ihr deutsches Immobilienportfolio mit rund 16.000 Wohnungen komplett an einen ausländischen Investor verkauft. Die Immobilien stammen aus dem Bestand des Fonds "BGP Investment S.à r.l.". Berichten von "Spiegel Online" zufolge handelt es sich bei dem Käufer um den chinesischen Staatsfonds CIC. Die Wohnungen liegen in Berlin, Köln, Kiel und Rendsburg.

CIC sei der größte Investor eines von US-Investmentbank Morgan Stanley aufgelegten Fonds, der 16.000 Wohnungen gekauft habe, berichtet "Spiegel Online". Dem Bericht zufolge sollen sich auch die deutschen Wohnungskonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen für den Wohnungsdeal interessiert haben.

Das Immobilienunternehmen Conwert hatte sich im August gegen die Akquisition des etwa 1,1 Milliarden schweren BGP-Portfolios entschieden. Ende Juli hatten die Österreicher noch verkündet, sie seien in Gesprächen zur Übernahme des Pakets.

Clifford Chance hat BGP Holdings Europe beim Verkauf beraten. Der Verkauf sei bislang eine der größten Transaktionen im Residential Property Sektor in diesem Jahr in Deutschland, wie die Anwaltssozietät mitteilt. Der Verkauf erfolgte demzufolge im Wege eines Share Deals, an dem sich neue Investoren beteiligen. Vor dem Verkauf hat BGP laut Clifford Chance auch einen möglichen Börsengang geprüft. Über den Käufer wollten sich weder der Berater, noch das Unternehmen selbst bisher äußern.

Schlagworte zum Thema:  Immobilien, Transaktion, Immobilienfonds, Fonds, Investment, Wohnung, Wohnimmobilien

Aktuell

Meistgelesen