30.03.2012 | Investoren

Berliner Neubauten überwiegend von Eigentümern bewohnt

14,9 Prozent der Berliner Wohnungen wurden 2010 von Mietern bewohnt, neuere Wohnungen (Bj. 1991 und jünger) zu 51,1 Prozent von Eigentümern. Der Verband BBU befürchtet, dass sich nun die Konkurrenz um Grundstücke für Mietwohnungsbau weiter verschärft.

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) fürchtet vor diesem Hintergrund außerdem, dass der steigende Neubau nur wenig zur immer wichtiger werdenden Entlastung des Mietwohnungsmarkts beitragen wird.

Alleine in Brandenburg waren 46,2 Prozent der Wohnungen im Jahr 2010 Eigentümerwohnungen, bei nach 1991 errichteten Wohnungen sogar 62,1 Prozent. Das geht aus Ergebnissen einer Zusatzbefragung zum Mikrozensus hervor, den das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg jährlich erhebt. Berliner Eigentümerwohnungen sind danach im Mittel 107,2 Quadratmeter groß, Mietwohnungen 66,6 Quadratmeter. Damit stehen den Bewohnern von Eigentümerwohnungen durchschnittlich 51,6 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung, den Bewohnern von Mietwohnungen 39,3 Quadratmeter.

Brandenburg mit relativ hoher Leesrtandsquote

In Brandenburg haben die Eigentümerwohnungen eine durchschnittliche Grundfläche von 112,0 Quadratmetern, und jedem Bewohner stehen 48,4 Quadratmeter zur Verfügung. Brandenburger Mietwohnungen sind im Durchschnitt 63,3 Quadratmeter groß. Brandenburger Mieter wohnen im Mittel auf 36,6 Quadratmeter Wohnraum.

Der Wohnungsleerstand betrug im Jahr 2010 in Berlin 7,5 Prozent, in Brandenburg 10,1 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag die Leerstandsquote in Wohngebäuden bei 8,4 Prozent, in den neuen Bundesländern waren 11,2 Prozent der Wohnungen unbewohnt.

Die Leerstandsquoten wurden aus dem Mikrozensus ermittelt. Danach gilt eine Wohnung als leerstehend oder unbewohnt, wenn sie zum Erhebungszeitpunkt vom Interviewer als leerstehend oder unbewohnt identifiziert wurde.

Aktuell

Meistgelesen