20.01.2012 | Investoren

Berlin bleibt wichtigster Markt für Wohnimmobilien in Europa

CBRE zufolge stieg das Transaktionsvolumen bei großen Wohnpaketen 2011 gegenüber dem Vorjahr um 44 Prozent auf 6,12 Milliarden Euro. Auffällig ist die ungebrochen hohe Nachfrage nach Wohnungen in Berlin.

Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der gehandelten Wohneinheiten. Mit rund 92.000 verkauften Wohneinheiten bei 194 registrierten Transaktionen lag der Wert 27 Prozent über dem Vorjahresergebnis. So hat der Markt für große Wohnpakte mit 1.000 und mehr Wohneinheiten wieder deutlich an Fahrt gewonnen.

Nachdem hier im Jahr 2010 zwölf Transaktionen stattfanden, wurden im zurückliegenden Investmentjahr 19 Großtransaktionen registriert. Hierunter fielen unter anderem die Übernahme der Mehrheitsanteile der Colonia Real Estate durch die TAG Immobilien mit anteilig 9.500 Wohneinheiten sowie Teile des ehemaligen Level One-Portfolios sowie der Verkauf eines Teilportfolios der Gagfah an die Berliner GSW AG.

Käufer aus dem Inland dominieren in 2011

Auf Käuferseite dominierten börsennotierte Immobilienunternehmen mit einem Anteil am Gesamtvolumen von 32 Prozent. Sehr aktiv zeigten sich auch Privatinvestoren, auf die rund 13,4 Prozent entfielen. Daneben investierten im Wesentlichen Offene Immobilienfonds (13 %) sowie der öffentliche Sektor (10 %).

4,35 Milliarden Euro beziehungsweise rund 71 Prozent des Gesamtvolumens entfielen auf Käufer aus dem Inland, die hinsichtlich Investorennationalität somit die größte Gruppe stellten. Es folgten Investoren aus den USA mit 5,7 Prozent sowie aus Schweden und Österreich mit 4,2 beziehungsweise 3,4 Prozent.

Auch verkäuferseitig waren börsennotierte Immobiliengesellschaften mit 24 Prozent des Transaktionsvolumens sehr aktiv, gefolgt von den Projektentwicklern und Bauträgern mit 12 Prozent. Auf die Privatisierung öffentlicher Wohnbestände entfielen dagegen weniger als vier Prozent des Gesamtvolumens des Jahres 2011.

37 Prozent der bundesweiten Investitionen entfallen auf Berlin

Besonders auffällig ist die ungebrochen hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien in Berlin. Mit rund 2,3 Milliarden Euro und mehr als 32.300 gehandelten Wohneinheiten entfielen 37 Prozent des bundesweit registrierten Investmentvolumens und 37 Prozent aller Wohneinheiten auf die Bundeshauptstadt. Infolge der großvolumigen Transaktionen in Berlin sowie den Projektentwicklungen im hochwertigen Segment stieg der durchschnittlich erzielte Kaufpreis pro Quadratmeter auf 1.033 Euro.

„Die deutsche Bundeshauptstadt profitiert von ihrem internationalen Bekanntheitsgrad als kultureller Hot Spot", sagt Michael Schlatterer, Team Leader Residential Valuation bei CBRE in Berlin. Auch die positive soziodemografischen Entwicklung und eine deutliche Verknappung des Mietwohnungsangebots zögen Investoren nach Berlin. "Wir schätzen, dass 2011 zusätzlich zum institutionellen Investmentsegment weitere sechs bis 6,5 Milliarden Euro durch Verkäufe von einzelnen Zinshäusern und Eigentumswohnungen umgesetzt worden sind", so Schlatterer weiter. "Berlin untermauert damit seine Stellung als wichtigster und fungibelster lokaler Transaktionsmarkt für Wohnimmobilien in Europa.“

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