13.02.2012 | Investoren

Bericht: Neue Lösung für WestImmo-Abwicklung in Sicht

Die WestLB, Muttergesellschaft der Westdeutschen Immobilienbank, das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassen in NRW erörtern, ob die Abwicklungsanstalt der Landesbank die WestImmo als Ganzes übernehmen wird. Das berichtet die Financial Times Deutschland.

Geplant ist, die WestImmo zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen, so die Financial Times Deutschland. Um den Wert der Pfandbriefbank zu erhalten, könnte diese dabei weiter neue Kredite vergeben und einen größeren Teil der Mitarbeiter behalten. "Wir wollen konstruktiv darüber nachdenken, damit die Westimmo nicht unnötig zerschlagen wird", zitiert das Blatt einen Insider.

Zuletzt stand im Raum, dass die Kreditportfolios in die Bad Bank geschoben werden, damit sie von dort aus verkauft werden können oder einfach auslaufen. Nachdem der Verkauf der gesamten Westimmo trotz mehrerer Anläufe und zwei Jahren Verhandlungen im Dezember geplatzt war, galt dies zuletzt als einziger Weg, die Auflagen der EU-Wettbewerbsaufsicht in Brüssel zu erfüllen. Nach mehreren Rettungsaktionen des Staates verlangt Brüssel, dass die WestLB aus dem Verkehr gezogen und die Tochter verkauft wird.

Da sich wegen der Krise aber kein Käufer fand, der einen adäquaten Preis zahlen wollte, verlangt Brüssel die Abwicklung der Westimmo mit ihren rund 400 Beschäftigten, obwohl die Tochter selbst keine Beihilfe bekommen hat. Laut EU muss die WestLB bis Sommer 2012 zerlegt sein. Die Westimmo müsste spätestens dann in die Abwicklungsanstalt überführt werden.

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