23.03.2012 | Investoren

Benson Elliot kauft deutsches TOR-Wohnportfolio mit 80 Immobilien

Benson Elliot Capital Management will das TOR-Wohnportfolio für den Fonds Benson Elliot Real Estate Partners III erwerben. Geplant ist die Übernahme aus Insolvenzverwaltung von 3.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten in 80 deutschen Objekten.

Benson Elliot Capital Management ist eine in Großbritannien ansässige KAG für institutionelle Immobilienfonds. Die Vereinbarungen zum Deal wurden mit mehreren Tochtergesellschaften der Speymill Deutsche Immobilien Company PLC (SDIC) unterzeichnet. Die Transaktion wird von der Landesbank Berlin fremdfinanziert.

Beim TOR-Portfolio handelt es sich um eines der ersten CMBS-Kreditausfallportfolios, das es abzuwickeln gilt. Die Objekte befinden sich in A-Metropolregionen, wobei drei Viertel der Immobilien in Berlin, Frankfurt, München, Hamburg und Köln gelegen sind. Die größte Konzentration – mit mehr als 60 Prozent des Portfolios – befindet sich in Berlin. Der Bestand mit einer Gesamtfläche von 230.000 Quadratmetern umfasst alles von Einzelgebäuden bis hin zu ganzen Wohnanlagen. Ende 2011 betrug die Belegungsquote im Bestand 91 Prozent.

Das TOR-Portfolio wurde von der ehemaligen Wohngesellschaft SDIC im Jahr 2006 durch eine Reihe von Zukäufen zusammengestellt. Anschließend wurde das Portfolio über ein CMBS-Darlehen (den TOR-Kredit) als Teil der im April 2007 geschlossenen Emission „MESDAG (Charlie) B.V.“ fremdfinanziert. Als größtes verbrieftes Darlehen wurde das TOR-Darlehen im November 2010 nach Zahlungsausfall an eine externe Verwaltung übertragen.

Die Veräußerung des Portfolios unter Federführung von Verwalter Hatfield Philips International Limited und Receiver Ernst & Young und in Zusammenarbeit mit dem Darlehensnehmer stellt den ersten Zwangsverkauf eines notleidenden CMBS-Kredits in Deutschland dar. Der Kapitalbetrag des TOR-Darlehens belief sich Ende 2011 auf 187 Millionen Euro.

Benson Elliot wurde bei der Transaktion von Olswang betreut. Hatfield Philips wurde von Ernst & Young, Ashurst, Cains, In-West sowie Ernst & Young Real Estate beraten.

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