Die BayernLB begleicht die Schulden beim Steuerzahler und schließt das Beihilfeverfahren vorzeitig ab. Bild: BayernLB

Die bayerische Landesbank (BayernLB) war infolge der Finanzkrise im Laufe des Jahres 2008 an den Rand der Pleite geraten und hatte Notkredite von insgesamt zehn Milliarden Euro erhalten. Jetzt zieht das Institut vorzeitig einen Schlussstrich unter die Rettung: Die Landesbank wird in Kürze die letzte Milliarde überweisen, sagten Finanzminister Markus Söder (CSU) und Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler in München. Eigentlich wäre diese Überweisung erst 2019 fällig gewesen.

Ursache für die Krise waren missglückte Spekulationen mit US-Immobilienpapieren und der Kauf der Kärntner Skandalbank Hypo Alpe Adria. Die Staatsregierung rettete die Landesbank, die EU-Kommission ordnete später die Schrumpfung der Bank um die Hälfte des einstigen Geschäftsvolumens und die Rückzahlung von zunächst fünf Milliarden Euro an.

"Wir haben es geschafft", sagte Söder. "Das Schiff ist wieder flott geworden."

2016 hatte die Bank einen Nettogewinn von 545 Millionen Euro eingefahren, zehn Prozent mehr als 2015. Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler hatte bereits im März angekündigt, das bis 2019 angelegte Beihilfeverfahren frühzeitig beenden zu können. Für dieses Jahr stellte der Bankchef ein Vorsteuerergebnis im mittleren dreistelligen Millionenbereich in Aussicht.

Wachsen will Riegler dennoch nicht: "Es wird keine Zukäufe geben, keine irgendwie gearteten Abenteuer."

Erstmals seit der Finanzkrise schüttete die BayernLB auch wieder einen Teil ihres Gewinns aus, an die bayerische Staatskasse fließen 115 Millionen Euro, wie Finanzminister Markus Söder (CSU) im März in München sagte. Eine Privatisierung schloss Söder aus: "Wir verkaufen die Bank nicht. Im Gegenteil: Der bayerische Mittelstand braucht eine starke Landesbank als Partner."

Schlagworte zum Thema:  Bank, Landesbank, Immobilienbank, Immobilienfinanzierung, Gewinn, Beihilfe

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