17.03.2017 | Unternehmen

BayernLB sieht sich stabil und will Beihilfeverfahren abschließen

BayernLB: Das bis 2019 angelegte Beihilfeverfahren könnte frühzeitig beendet werden.
Bild: BayernLB

Die bayerische Landesbank (BayernLB) hatte infolge der Finanzkrise 2008/09 Notkredite von zehn Milliarden Euro erhalten und wurde von der EU zur Schrumpfkur verdonnert. 2016 hat die Bank einen Nettogewinn von 545 Millionen Euro eingefahren, zehn Prozent mehr als 2015. "Wir sind eine der solidesten Banken im deutschen Markt geworden", sagte Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler in München. Das bis 2019 angelegte Beihilfeverfahren könnte frühzeitig beendet werden.

Die Sanierung ist laut Riegler "weitgehend abgeschlossen". Es bleibt eine Milliarde Euro Staatshilfe, die die BayernLB noch zurückzahlen muss. Damit ist nach Ansicht der Bank die existenzbedrohende Krise überwunden. Wachsen will Riegler dennoch nicht: "Es wird keine Zukäufe geben, keine irgendwie gearteten Abenteuer." Für dieses Jahr stellte der Bankchef ein Vorsteuerergebnis im mittleren dreistelligen Millionenbereich in Aussicht.

Erstmals seit der Finanzkrise schüttet die BayernLB einen Teil ihres Gewinns aus, an die bayerische Staatskasse fließen 115 Millionen Euro, wie Finanzminister Markus Söder (CSU) in München sagte. Eine Privatisierung schloss Söder aus: "Wir verkaufen die Bank nicht. Im Gegenteil: Der bayerische Mittelstand braucht eine starke Landesbank als Partner."

Der Blick in die Bilanz zeigt aber auch, wie schwierig das Bankgeschäft in Europa ist. Mittelstandsfinanzierung, Immobilien- und Sparkassengeschäft gingen ebenso zurück wie die Zinsüberschüsse.

Schlagworte zum Thema:  Bank, Landesbank, Immobilienbank, Immobilienfinanzierung, Gewinn, Beihilfe

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