27.03.2014 | Unternehmen

BayernLB macht Verluste und baut Neugeschäft weiter aus

ByernLB-Zentrale in München
Bild: BayernLB

Bei der Landesbank BayernLB summierte sich das Minus im vierten Quartal 2013 auf 520 Millionen Euro. Grund seien vor allem Belastungen durch die ungarische Tochter MKB sowie Rückstellungen für einen Stellenabbau, so BayernLB-Chef Gerd Häusler. Bei der Kreditvergabe stieg das Volumen von 2,3 Milliarden Euro auf drei Milliarden Euro. Das Neugeschäft soll 2014 weiter ausgebaut werden.

Die Konzern-Bilanzsumme sank deutlich um rund 31 Milliarden Euro auf 255,6 Milliarden Euro zum 31.12.2013. Das Kerngeschäft, die Kreditvergabe, als tragendes Fundament des BayernLB-Konzerns entwickelte sich 2013 trotz des Niedrigzinsumfelds und der Zurückhaltung der deutschen Wirtschaft robust. Kundenbeziehungen mit Unternehmen, Immobilienwirtschaft, Sparkassen, öffentlicher Hand und Privatkunden brachten Erträge von mehr als 1.900 Millionen Euro ein und übertrafen damit die Planungen.

Der Gewinn der Kernaktivitäten belief sich vor Steuern und Restrukturierungsaufwand auf 586 Millionen Euro. Mit dem einmalig angesetzten Restrukturierungsaufwand in Höhe von 135 Millionen Euro deckt die BayernLB den Aufwand für den angelaufenen Abbau von rund 450 Vollzeitstellen bei der BayernLB-Kernbank (ohne Konzerntöchter) bis 2017 ab und investiert damit in eine dauerhaft tragfähige Kostenbasis. Im Vorjahr hatte das Kerngeschäft ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 830 Millionen Euro geliefert, das jedoch durch Einmalerträge von deutlich mehr als 500 Millionen Euro aus Beteiligungsverkäufen sowie dem Rückkauf von Emissionen erheblich positiv beeinflusst war.

Das profitable Kerngeschäft der BayernLB erwirtschaftete auch 2013 einen ausreichend hohen Ergebnisbeitrag, um die Belastungen aus den Nicht-Kern­aktivitäten und die Kosten für den Umbau der Bank auszugleichen. So schloss der BayernLB-Konzern das vergangene Jahr mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 253 Millionen Euro ab. Die im Segment "Non-Core Unit" zusammengefassten Randaktivitäten wiesen nach Konsolidierung ein Ergebnis vor Steuern von -198 Millionen Euro aus (2012: -187 Mio. Euro), wobei sich insbesondere der Verlust der MKB in Höhe von -409 Mio. Euro (2012: -308 Mio. Euro) negativ niederschlug.

Ein Vergleich des Konzernergebnisses mit dem Vorjahreswert von 642 Millionen Euro muss unter anderem die positiven Einmaleffekte im Jahr 2012 berücksichtigen, aber auch die erheblichen Transformationskosten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013.

Der Einzelabschluss der BayernLB nach HGB ist noch viel stärker durch die Entwicklung der MKB geprägt. Das Ergebnis beläuft sich wegen Belastungen bei der ungarischen Konzerntochter auf -475 Millionen Euro (2012: 28 Mio. Euro). Ausschüttungen auf Stille Einlagen und Genussrechtsverbindlichkeiten erfolgen nicht. Für weitere Kapital-Zahlungen an den Freistaat Bayern im Zusammenhang mit dem abgeschlossenen Beihilfeverfahren ist das HGB-Ergebnis derzeit jedoch von untergeordneter Bedeutung. Entscheidend für die notwendige Zustimmung der Aufsichtsbehörden ist vor allem die Eigenkapitalausstattung.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienbank

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