26.08.2013 | Unternehmen

BayernLB mit deutlichem Gewinnsprung und verhaltener Prognose

BayernLB: Prognosen wären noch verfrüht
Bild: BayernLB

Die BayernLB verzeichnet im 1. Halbjahr 2013 einen deutlichen Gewinnsprung. Eine präzise Prognose für das Gesamtjahr will die Landesbank nicht abgeben. Finanzvorstand Stephan Winkelmeier begründet die Zurückhaltung mit der schwer vorherzusagenden Wirtschaftsentwicklung in Europa.

Dabei hat die Landesbank vor Steuern nach sechs Monaten mit 720 Millionen Euro bereits mehr Geld verdient als im gesamten Vorjahr.

Dank besserer Geschäfte aber auch wegen des Verkaufs der Wohnungstochter GBW im zweiten Quartal wuchs der Vorsteuergewinn allein in den Monaten April bis Juni um mehr als das Vierfache auf 563 Millionen Euro. Unter dem Strich macht sich der Verkauf der GBW mit einem einmaligen Plus von 351 Millionen Euro bemerkbar. Doch auch im eigentlichen Bankgeschäft ging es in den ersten beiden Quartal aufwärts, zudem musste die Bank weniger Geld für faule Kredite zur Seite legen als noch vor einem Jahr.

Davon profitiert auch Bayern: Zum August überwies die Bank weitere 50 Millionen Euro und kommt so bei der Rückzahlung der Staatshilfen voran. Bis 2019 muss die Bank fünf Milliarden Euro an den Freistaat zurückgeben, bis heute hat die Bank davon gut 900 Millionen gezahlt.

Der Freistaat ist zwar noch immer Haupteigentümer der BayernLB, aus dem Aufsichtsrat der Landesbank hat sich die Politik im Juli aber zurückgezogen. Die in Bayern mitregierende FDP unterstrich noch einmal ihre Forderung, der Staat müsse sich bis 2020 endgültig aus der BayernLB verabschieden.

Sorgenkind bleibt die ungarische Tochter MKB, die im ersten Halbjahr rund 108 Millionen Euro Verlust machte. Nach Vorgaben der EU muss die BayernLB die MKB bis 2015 verkaufen.

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