23.08.2012 | Bafin

Bausparkassen werden einer Risikoprüfung unterzogen

Bafin-Hauptgebäude in Bonn: Banken- und Versicherungsaufsicht
Bild: Bafin

Die Finanzaufsicht Bafin will die deutschen Bausparkassen einer Risikoprüfung unterziehen. Hintergrund ist unter anderem das aktuell niedrige Zinsniveau, wie ein Bafin-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Zuvor hatte das "Manager Magazin" (Freitag) berichtet, dass die Finanzaufseher im Herbst eine Sonderprüfung für die 23 Bausparkassen planen. Der Bafin zufolge handelt es sich bei der geplanten Zinsrisiko-Umfrage jedoch nicht um einen außerordentlichen Stresstest, sondern lediglich um eine Routine-Untersuchung, die regelmäßig stattfinde.

Dem Blatt zufolge will die Finanzaufsicht unter anderem wissen, wie schwer es die Institute trifft, wenn die Phase der Niedrigzinsen endet. Das könnte Probleme bereiten, weil bei bestehenden Verträgen Kredite zu relativ niedrigen Zinsen zugesagt wurden - die dann möglicherweise unter den Zinsen liegen, mit denen sich die Institute frisches Geld bei den Zentralbanken holen können.

Zudem sollen dem Magazin zufolge Belastungen durch sogenannte Bonustarife untersucht werden. Einige Bausparkassen hatten ihren Kunden langfristige Zinsgarantien zwischen vier und fünf Prozent auf ihr Ansparkapital versprochen. Die Bafin bestätigte die genannten Untersuchungspunkte auf Anfrage nicht.

Schlagworte zum Thema:  Bausparkasse, BaFin

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