12.09.2012 | Schrottimmobilien-Prozess

Badenia einigt sich vor dem OLG Karlsruhe mit Kunden

Beim Verkauf durch die Badenia finanzierter Wohnungen soll über Provisionen getäuscht worden sein
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im Schrottimmobilien-Streit vor dem Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe hat es eine Einigung zwischen der Bausparkasse Badenia und ihren Kunden gegeben. Zu den Details der getroffenen Vereinbarung wollte sich die Unternehmenssprecherin nicht äußern.

"Die Bedingungen des Vergleichs erscheinen uns unter kaufmännischen Gesichtspunkten akzeptabel", sagte die Pressesprecherin der Badenia der Nachrichtenagentur dpa, "insofern sind wir weder zufrieden noch unzufrieden".

Das Unternehmen hatte in den 90er-Jahren bundesweit mehr als 7.000 Immobilienverkäufe einer Vermittlerfirma mit Krediten finanziert. Die Kunden machen geltend, die Bausparkasse habe sie nicht darüber informiert, dass die Vermittler beim Verkauf kreditfinanzierter Wohnungen über die Höhe der Provisionen getäuscht hatten.

Bereits in mehreren Fällen hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Badenia ihre Kunden nicht ausreichend informiert habe. Das Unternehmen habe die Höhe der Provisionen nicht offengelegt, die bei der Vermittlung der Wohnungen anfielen. Bei den nun durch Vergleich beigelegten Klagen ging es im Detail um andere Rechtsfragen - vor allem um die Verjährung und eine mangelnde Aufklärung der Kunden.

Gegen die Badenia laufen derzeit insgesamt noch knapp 600 Prozesse. Die jetzt gefundene Einigung könne auf diese Fälle nicht übertragen werden, hieß es aus der Pressestelle.

Schlagworte zum Thema:  Bausparkasse, Kredit, Schrottimmobilie, Prozess

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