26.11.2012 | Dr. Klein-Trendindikator

Baufinanzierung verteuert sich leicht

Noch sind die Finanzierungskosten für Wohnimmobilien auf einem sehr niedrigen Niveau
Bild: Rainer Sturm ⁄

Wie die Ergebnisse des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB) zeigen, zieht die monatliche Standardrate im Oktober etwas an und erhöht sich um 15 Euro. Zurückzuführen ist dies auf den Anstieg der Baufinanzierungszinsen.

Für eine Finanzierung von 150.000 Euro, für die eine zehnjährige Sollzinsbindung vereinbart wurde, die zu 80 Prozent beliehen und mit zwei Prozent getilgt wird, fällt aktuell eine Rate von 598 Euro pro Monat an. Im Vorjahr war die Standardrate mit 665 Euro 67 Euro höher. Damit sind die Finanzierungskosten für Wohnimmobilien trotz der leicht gestiegenen Standardrate im langfristigen Vergleich immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau.

Wie im Vormonat liegt im Oktober die durchschnittliche Darlehenssumme bei 157.000 Euro und somit 6.000 Euro über dem Vorjahreswert. Die Gründe für die auf Jahressicht angezogene Finanzierungssumme sind einerseits die gestiegenen Immobilienpreise und andererseits ein geringerer Eigenkapitaleinsatz. Dies zeigt sich auch im Europace-Hauspreisindex, welcher im Oktober einen neuen Höchststand erreicht hat. Bei allen Objektsegmenten sind die Preise deutlich angezogen, der größte Anstieg ist bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern zu verzeichnen.

Dass Immobilienerwerber heute trotz einem höheren Fremdfinanzierungsanteil auf Sicherheit setzen, zeigt sich im Tilgungssatz sowie bei der Sollzinsbindung. Die Tilgung bleibt im Oktober stabil bei 1,98 Prozent. Einen leichten Anstieg verzeichnet die durchschnittliche Sollzinsbindung. Sie liegt derzeit bei zwölf Jahren, im Vorjahr waren es im Schnitt nur elf Jahre und drei Monate.

Schlagworte zum Thema:  Baufinanzierung, Immobiliendienstleister

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