12.01.2012 | Investoren

Ausländische Investoren dominieren deutschen Hotelmarkt

Laut CB Richard Ellis 2011 wurden 2011 rund 1,1 Milliarden Euro in deutsche Hotelimmobilien investiert. Das ist ein Plus von 22,4 Prozent gegenüber 2010. Knapp 60 Prozent der Transaktionen tätigten ausländische Investoren.

„Deutschland bleibt einer der wichtigsten Hotelinvestmentmärkte in Europa", sagt Olivia Kaussen, Head of CBRE Hotels Deutschland und CEE. Besonders die Region Frankfurt am Main war im vergangenen Jahr im Fokus der Investoren. Investoren setzten dabei vor allem 4- und 5-Sterne Hotels, auf die knapp 90 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens entfielen.

Auffallend ist, dass mit dem 177 Zimmer Grand SPA Resort A-ROSA Sylt, das für mehr als 60 Millionen Euro an die Deutsche Immobilien Invest verkauft wurde, im Vorjahr erstmals ein namhaftes Ferienhotel veräußert wurde. Doch auch andere Hotels, die von deutschen Hotelketten geleitet werden, stießen auf großes Interesse bei den Investoren. So erwarb das schweizerische Emissionshaus Acron AG das Steigenberger Airport Hotel am Flughafen Berlin Brandenburg (322 Zimmer); daneben wurde das 177 Zimmer Steigenberger Grandhotel Handelshof in Leipzig an einen Privatinvestor verkauft.

Aufgrund mehrerer großvolumiger Veräußerungen von First Class- und Luxushotels, die überwiegend aus Einzeltransaktionen stammten, lag das durchschnittliche Investitionsvolumen bei Hotels der Kategorie über zehn Millionen Euro bei rund 30 Millionen Euro pro Verkaufsfall. Gegenüber 2010 ist das ein Anstieg um 30 Prozent.

Rund 75 Prozent der ausländischen Investoren kamen aus Europa, vor allem aus Norwegen, Großbritannien sowie der Schweiz – 25 Prozent aus dem außereuropäischen Ausland wie etwa Singapur, dem Libanon oder aus Israel. Rückläufig war 2011 das Transaktionsvolumen aus Portfolioverkäufen, die nur noch einen Anteil von 17 Prozent am Gesamtvolumen ausmachten.

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