| Investoren

Aus HPX wird EPX: Preise für Eigentumswohnungen auf neuem Rekordhoch

Der Hypoport Hauspreis-Index (HPX) wurde in Europace Hauspreis-Index (EPX) umbenannt: Laut EPX erreichen Eigentumswohnungen im Februar mit einem Preisanstieg von 1,95 Prozent einen neuen Rekordwert.

Mit der aktuellen Auswertung wird der seit dem Jahr 2005 ermittelte Hypoport-Hauspreisindex (HPX) in Europace-Hauspreis-Index (EPX) umbenannt, da die Datengrundlage aus der internetbasierten Transaktionsplattform Europace stammt.

Der EPX-Gesamtindex für deutsche Wohnimmobilien nimmt um 0,49 Prozent zu und erreicht mit 105,62 Punkten einen neuen Höchstwert. Der starke Anstieg wird im Februar vor allem durch die Entwicklung der Preise für Eigentumswohnungen getrieben. Im Vergleich zur Situation vor einem Jahr haben alle Teilbereiche deutlich an Wert zugenommen.

Leichte "Blasenbildung" in Teilmärkten

Die Preisentwicklung über den gesamten Immobilienmarkt Deutschland ist solide, in einigen Teilmärkten ist aber aktuell von einer leichten Blasenbildung auszugehen. Die Preise steigen schneller als die Mieten, wann diese nachziehen ist unklar. Die große Nachfrage konzentriert sich derzeit auf Ballungsräume und wird sowohl von Kapitalanlegern als auch Privatpersonen getrieben.

Gesamtindex: Stark steigend

Nach der leichten Aufwärtsbewegung im Januar 2012 steigt der EPX-Gesamtindex im Februar stark um 0,49 Prozent auf einen neuen Spitzenwert von 105,62 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahreswert wächst der Gesamtindex um 5,06 Prozent (Februar 2011: 100,53 Punkte).

Eigentumswohnungen: Stark steigend

Seit einigen Monaten nehmen die Preise für Eigentumswohnungen deutlich zu. Diese Tendenz setzt sich im Februar mit einer der stärksten Preissteigerungen seit Erhebungsbeginn fort. Der Teilindex nimmt um 1,95 Prozent zu und erreicht mit 108,88 Punkten einen neuen Rekordwert.

Auf Dreimonatssicht wächst der Apartments-Index um 4,29 Prozent  (Dezember 2011: 105,48 Punkte), auf Jahressicht sogar um 8,74 Prozent (Februar 2011: 100,13 Punkte). Damit ist die Verteuerung von Eigentumswohnungen innerhalb eines Jahres doppelt so hoch wie die von neuen Ein- und Zweifamilienhäusern (4,01 Prozent) und etwa viermal so hoch wie die Preissteigerung von bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern (2,32 Prozent).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: Stabil

Während die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser zu Jahresbeginn stark anzogen, verzeichnet der Teilindex im Februar 2012 eine Stagnation. Der Wert sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,12 Prozent auf 112,78 Punkte, dem zweithöchsten Wert seit dem Beginn der EPX-Auswertung im August 2005.

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: Leicht sinkend

Seit Dezember 2011 lassen die Preise bestehender Ein- und Zweifamilienhäuser nach. Der Abwärtstrend hält im Februar an, ist jedoch gedämpft. Der Teilindex sinkt leicht um 0,42 Prozent auf 95,19 Punkte und konsolidiert sich somit etwas. Im Dezember war der Rückgang mit 1,83 Prozent sehr stark. Auf Jahressicht kann das Segment dennoch eine Preissteigerung von 2,32 Prozent verzeichnen.

Aktuell

Meistgelesen