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Auch in schrumpfenden Städten lohnen sich Investitionen

Leipzig: Wohnungen sind hier für 1.950 Euro pro Quadratmeter zu haben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Städte mit schrumpfender Bevölkerung können entgegen der allgemeinen Meinung auch Perspektiven für Investoren bieten – vorausgesetzt es handelt sich um höherwertige Neubau-Mietwohnungen. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Wohninvestmentkompasses der Patrizia Immobilien AG.

Demnach lagen die Mietpreise zwischen 2001 und 2011 in Städten mit positiver Einwohnerentwicklung durchschnittlich zwar deutlich höher als in Regionen mit einer sinkenden Bevölkerungszahl. Die höchsten Mietpreissteigerungen mit mehr als fünf Prozent im Jahresverlauf waren jedoch weit außerhalb der Metropolräume in Coburg, Speyer und Amberg zu beobachten, wobei die Mieten in diesen Märkten nur im Bereich von 6 bis 7 Euro pro Quadratmeter liegen – und damit nur rund halb so hoch wie beim Spitzenreiter München mit 13 Euro pro Quadratmeter.

Die Mietsteigerungen in schrumpfenden Regionen würden sicherlich etwas geringer ausfallen als in den Top-Märkten, sagt Dr. Marcus Cieleback, Leiter Research der Patrizia Immobilien AG. In der Regel würden diese Unterschiede jedoch durch geringere Kaufpreise kompensiert, so dass auch in diesen Städten gute Mietrenditen erzielt werden könnten. So liegt etwa das Mietniveau in Leipzig nur bei durchschnittlich 5,50 Euro pro Quadratmeter, während zum Beispiel in Freiburg mit 10,50 Euro fast doppelt so viel verlangt werden kann. Dafür liegen in Freiburg jedoch auch die Kaufpreise bei durchschnittlich 4.350 Euro pro Quadratmeter, während Wohnungen in Leipzig für 1.950 Euro pro Quadratmeter zu haben sind. Investoren sollten daher ihren Investmentfokus auch auf Standorte ausdehnen, die im Bereich der Fundamentaldaten möglicherweise eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung zeigen, beziehungsweise über ein im Vergleich niedrigeres Bruttoinlandsprodukt verfügen, rät Patrizia. 

Schlagworte zum Thema:  Investment, Wohnimmobilien

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